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    Beim Namen genannt

    Hans-Peter Friedrich (CSU, Foto: dpa) Bundesinnenminister, hat sich gegen eine Gleichsetzung des muslimischen Kopftuchs mit katholischer Ordenstracht gewandt. Mit dem Kopftuch sei in vielen Fällen ein gewisser politischer Machtanspruch verbunden, sagte Friedrich im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks. Es sei ein nicht ohne weiteres zu akzeptierender Anspruch des Mannes, seine Frau „verschleiert zu haben“. Ein solcher Machtanspruch sei dagegen zu keiner Zeit mit dem Schleier einer Nonne verbunden gewesen. Er bekräftigte jedoch, dass Menschen muslimischen Glaubens aus seiner Sicht zur deutschen Gesellschaft gehören. Es sei schade, dass seine früheren Äußerungen zu dem Thema dazu benutzt worden seien, einen Keil zwischen ihn und die Muslime zu treiben, so Friedrich. Ziel derjenigen, die ihn für seine Worte kritisiert hätten, sei es gewesen zu spalten. Er sei jedoch dazu da, die Menschen zusammenzuführen. Auf einer Pressekonferenz nach seiner Ernennung hatte Friedrich erklärt, der Islam gehöre historisch nicht zu Deutschland. Der Minister kündigte an, er wolle vor allem erreichen, dass junge Muslime, die hierzulande geboren und aufgewachsen seien, in Deutschland eine Heimat fänden. Dies sei für ihn der Schlüssel zur Integration.

    Catherine Ashton, EU-Außenbeauftragte, hat die Zentralafrikanische Republik wegen Übergriffen gegen die Opposition kritisiert. Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Oppositionsmitgliedern und willkürliche Verhaftungen erfüllten sie mit Sorge, erklärte Ashton am Sonntag in Brüssel. An die Behörden des Landes appellierte sie, die Behinderung der Opposition einzustellen und alle Verhafteten freizulassen, gegen die keine Anklage erhoben worden sei.