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    BEIM NAMEN GENANNT

    „Spitzentreffen“ in Oberammergau: Bei ihrem Besuch der weltberühmten Passionsspiele am Samstag traf Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: dpa) in der Pause auch Jesus-Darsteller Frederik Mayet. „Wie spielt man die Verzweiflung Christi auf dem Ölberg?“, habe die Politikerin gefragt, berichtete die Zeitung „Bild am Sonntag“. Sie stelle sich das „sehr schwierig“ vor. Die Aufführung selbst nannte Merkel „sehr bewegend“ und „wunderbar gespielt“.

    „Spitzentreffen“ in Oberammergau: Bei ihrem Besuch der weltberühmten Passionsspiele am Samstag traf Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: dpa) in der Pause auch Jesus-Darsteller Frederik Mayet. „Wie spielt man die Verzweiflung Christi auf dem Ölberg?“, habe die Politikerin gefragt, berichtete die Zeitung „Bild am Sonntag“. Sie stelle sich das „sehr schwierig“ vor. Die Aufführung selbst nannte Merkel „sehr bewegend“ und „wunderbar gespielt“.

    Für den CDU-Politiker Hermann Kues ist seine Partei nie auf ein katholisches Profil beschränkt gewesen. Sie sei von Anfang an ein ökumenisches Projekt gewesen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Familienministerium dem Bonner „General-Anzeiger“ (Montag). In der Ökumene sei die Partei schneller gewesen als die christlichen Kirchen. Kues äußerte sich im Vorfeld eines am Montag in Berlin beginnenden Kongresses über das christliche Profil der Union. Er ist Vorsitzender des Kardinal-Höffner-Kreises der CDU/CSU-Fraktion, der sich als „Forum engagierter Christen“ versteht. Keine andere Partei ringe so über Fragen der Menschenwürde wie die CDU, betonte Kues, der auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört. Als Beispiele nannte er die Diskussion über Sterbehilfe und Präimplantationsdiagnostik. Die CDU müsse aber in der medialen Darstellung die Verbindung zur katholischen Soziallehre deutlicher herausstellen. „So setzen wir uns gerade deshalb für Familien ein, weil wir sie für einen unersetzlichen Baustein einer menschlichen Gesellschaft halten.“ Nach Ansicht des Staatssekretärs hat sich die katholische Soziallehre zwar nicht überholt, aber zur Ausgestaltung des Sozialstaates ihren Einfluss verloren. Denn sie bleibe zu häufig im Grundsätzlichen stecken und beschäftige sich zu wenig mit alltagstauglichen Überlegungen. „Dabei wären hier praktische Einschätzungen für die Politik wichtig“, so Kues.