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    Argentiniens Präsidentin kontert Kritik der Bischöfe

    Buenos Aires (DT/KNA) Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner hat Kritik der Ortskirche an den gesellschaftspolitischen Zuständen im Heimatland von Papst Franziskus zurückgewiesen: „Wir haben keine gewalttätige Gesellschaft“, zitierte die Tageszeitung „Clarin“ Kirchner. Die Präsidentin äußerte sich bei der Einweihung einer Skulptur zu Ehren des vor 40 Jahren von Paramilitärs ermordeten katholischen Priesters Carlos Mugica. Mit ihrer Kritik würden die argentinischen Bischöfe alte Konfrontationen wieder aufleben lassen, so Kirchner weiter. Die argentinische Gesellschaft sei keineswegs so gewalttätig wie zu anderen Zeiten. Argentiniens Bischöfe hatten am Freitag zum Abschluss ihrer Vollversammlung Kritik an der gesellschaftspolitischen Situation in dem südamerikanischen Land geübt. Argentinien sei „an der Gewalt erkrankt und leide unter einem Krebsgeschwür der Korruption“, hieß es in einer Stellungnahme. Nicht nur die Zahl der Gewalttaten, auch deren Aggressivität habe deutlich zugenommen, kritisierten die Oberhirten. Abgezweigtes Geld, das eigentlich für das Wohl des Volkes vorgesehen sei, habe zu Ineffizienz in öffentlichen Diensten wie Gesundheit, Bildung und Transport geführt. Der am 11. Mai 1974 ermordete Priester Carlos Mugica war unter anderem im größten Armenviertel von Buenos Aires, der „Villa 31“, in den 60er und 70er Jahren seelsorglich und politisch tätig.

    Buenos Aires (DT/KNA) Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner hat Kritik der Ortskirche an den gesellschaftspolitischen Zuständen im Heimatland von Papst Franziskus zurückgewiesen: „Wir haben keine gewalttätige Gesellschaft“, zitierte die Tageszeitung „Clarin“ Kirchner. Die Präsidentin äußerte sich bei der Einweihung einer Skulptur zu Ehren des vor 40 Jahren von Paramilitärs ermordeten katholischen Priesters Carlos Mugica. Mit ihrer Kritik würden die argentinischen Bischöfe alte Konfrontationen wieder aufleben lassen, so Kirchner weiter. Die argentinische Gesellschaft sei keineswegs so gewalttätig wie zu anderen Zeiten. Argentiniens Bischöfe hatten am Freitag zum Abschluss ihrer Vollversammlung Kritik an der gesellschaftspolitischen Situation in dem südamerikanischen Land geübt. Argentinien sei „an der Gewalt erkrankt und leide unter einem Krebsgeschwür der Korruption“, hieß es in einer Stellungnahme. Nicht nur die Zahl der Gewalttaten, auch deren Aggressivität habe deutlich zugenommen, kritisierten die Oberhirten. Abgezweigtes Geld, das eigentlich für das Wohl des Volkes vorgesehen sei, habe zu Ineffizienz in öffentlichen Diensten wie Gesundheit, Bildung und Transport geführt. Der am 11. Mai 1974 ermordete Priester Carlos Mugica war unter anderem im größten Armenviertel von Buenos Aires, der „Villa 31“, in den 60er und 70er Jahren seelsorglich und politisch tätig.

    kna