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    "Smallfoot"

    Die umgekehrte Yeti-Legende: Mit einer rasanten Animation und gut gezeichneten Figuren stellt „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ den Yeti-Mythos auf den Kopf. Von José García

    Dem jungen Yeti Migo ist es gelungen, den „Smallfoot“ Percy Patterson ins Yeti-Dorf zu bringen. Bis dahin haben ihm nur ... Foto: Warner Bros.

    Der Mythos um einen behaarten, zweibeinigen, riesigen Schneemenschen namens „Yeti“, der im Himalaya-Gebirge leben soll, einmal spiegelverkehrt erzählt: Im Animationsfilm „Smallfoot – Ein eisigartiges Abenteuer“ lebt eine Yeti-Gemeinschaft auf einem von Wolken umgebenden hohen Berg. Sie leben im Glauben, dass unter den Wolken das Nichts ist – diese Lehre ist in Steinen gemeißelt, die der Schamane-Anführer „Steinbewahrer“ in einer Art Mantel mit sich trägt.

    Nur ein paar "Verrückte" glauben dem jungen Migo, dass es "Smallfoots" wirklich gibt

    Als der Sohn des Gongmeisters, der junge Migo (deutsche Stimme: Kostja Ullmann), nach einem Flugzeugabsturz einen Menschen mit einem im Vergleich zu ihm sehr kleinen Fuß entdeckt, hat er endlich Gewissheit darüber, dass es die „Smallfoots“ wirklich gibt, dass es sich nicht nur um eine Legende handelt. Das ganze Dorf stellt ihn jedoch als Lügner dar, weil er die Weisheit des Steinbewahrers anzweifelt. Nur dessen Tochter Meechee (Aylin Tezel) und ein paar andere „Verrückte“ glauben ihm. Migo wird aus dem Dorf verbannt. Auf der Suche nach Menschen beginnt der junge Yeti eine abenteuerliche Reise, bei der er den erfolglosen Tierdokumentationsfilmer Percy Patterson kennenlernt, ihn entführt und ihn mit in sein Dorf nimmt.

    Der Name "Smallfoot" spielt auf die nordamerikanische Variante des "Yeti"-Mythos an

    Der Name „Smallfoot“ spielt auf die nordamerikanische Variante des „Yeti“-Mythos an, der dort „Bigfoot“ genannt wird. Auch der Name „Migo“ enthält eine solche Anspielung, da das Fabelwesen in Tibet „Migö“ (Wilder Mann) genannt wird. Auch wenn etwa die Hintergründe nicht so detailverliebt wie in den „Pixar“-Filmen gezeichnet sind, bestechen in diesem Animationsfilm für die Kleinen insbesondere die Figurenzeichnung und die rasante Animation. Besonders amüsant: Wenn der „Smallfoot“ spricht, hört Migo lediglich ein Piepsen. Und umgekehrt: Die Sprache des Yeti vernimmt der Mensch nur als grobe Laute. Trotz der mangelnden Kommunikation werden die beiden aber über alle Unterschiede hinweg Freunde.

    Sehen Sie hier den Trailer zum Film

    Die „Deutsche Film- und Medienbewertung FBW“ vergab „Smallfoot“ das Prädikat „besonders wertvoll“.

    DT

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