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    Kärntner Bischof Schwarz: Kreuz Teil der Kultur und Geschichte Österreichs

    Der Kärntner Bischof kritsiert bei der Aschermittwochsliturgie, dass in einigen Hörsälen der Wiener Katholisch-Theologischen Fakultät keine Kreuze mehr hängen dürfen.

    Ein geweihtes Kreuz hängt am 05.08.2016 im Fraktionsraum der CDU im Landtag in Potsdam (Brandenburg). Nach Beschwerden v... Foto: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild)

    Das Kreuz ist "Bestandteil der Kultur und Geschichte Österreichs". Das hat der Kärntner Bischof Alois Schwarz in seiner Predigt bei der Aschermittwochliturgie im Klagenfurter Dom betont. Bezugnehmend auf die aktuelle Nachricht, dass in einigen Hörsälen der Wiener Katholisch-Theologischen Fakultät keine Kreuze mehr hängen dürfen, warnte Bischof Schwarz vor einer Art "Geschichtsvergessenheit". Dabei zitierte er den Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück. Für Tück sei das Kreuz zurecht auch "ein säkular verstehbares Mahnzeichen, das den Menschen an die Verwundbarkeit und Fehlbarkeit, aber auch Sterblichkeit erinnert und als Gegenzeichen zu einer auf Perfektion und Leistung getrimmten Wissenschaftskultur benötigt wird". Er sei froh, so der Kärntner Bischof, dass in der Klagenfurter Domkirche in der Fastenzeit gleichsam ein solches Gegenzeichen gesetzt werde.

    Damit sprach der Bischof die diesjährige Kunstinstallation "Das Kreuz im Weg" des Klagenfurter Künstlers und Graphikers Brandy Brandstätter an: Ein aus vertikalen Metallstäben gebildetes Kreuz bildet "gleichsam als Hindernis" die Mitte der Klagenfurter Domkirche. Die Kunstinstallation behindert den Weg und Blick in den Altarraum. Brandstätter verwendete für seine Installation 129 Metallstäbe - mit einer Länge von insgesamt mehr als einem halben Kilometer -, die aus der Vogelperspektive betrachtet ein lateinisches Kreuz formen. Die Länge der Rohre ist vom Kircheneingang im Westen bis zum Altar im Osten bis auf 4,2 Meter ansteigend, so dass der Eindruck eines schräg im Raum liegenden Kreuzes entsteht.

    DT/KAP

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