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    Journalismus "im Lichte der Menschenfreundlichkeit Gottes"

    Klaus Nientiedt, Chefredakteur des Konradsblatts (Erzbistum Freiburg), sieht sich selbst "nicht als christlicher Journalist, sondern als Journalist, der Christ ist". Was meint er damit?

    Der Chefredakteur des Konradsblatts (Erzbistum Freiburg), Klaus Nientiedt, im Tagespost-Interview. Foto: Konradsblatt.

    Klaus Nientiedt hat eine lange publizistische Laufbahn hinter sich. Er hat in Münster, Angers (Frankreich) sowie in Fribourg und Luzern Theologie und Romanistik studiert. Erste journalistische Erfahrung sammelte er in der Bistumszeitung der Diözese Münster, „Kirche+Leben“, dessen derzeitiger Chefredakteur, Christof Haverkamp, sich kürzlich im Tagespost-Interview äußerte. Von 1984 bis 1998 war Nientiedt Redakteur der Herder-Korrespondenz (deren Chefredakteur Volker Resing stand der Tagespost auch schon Rede und Antwort). Seit 1998 ist Nientiedt nun Chefredakteur des „Konradsblatts”, der Kirchenzeitung des Erzbistums Freiburg.

    Kein christlicher Journalist, sondern Journalist, der Christ ist

    Nientiedt sieht sich selbst „nicht als christlicher Journalist, sondern als Journalist, der Christ ist“. Das heißt für ihn: „Ich handle nicht per se ethischer als Kolleginnen und Kollegen, die keine Christen sind beziehungsweise sich nicht als Glaubende verstehen. Mich selbst, meine Existenz, ja die ganze Welt um mich herum im Lichte der Menschenfreundlichkeit Gottes betrachten, wie ihn die Bibel uns vorstellt – darin liegt für mich die Herausforderung, im privaten Leben wie auch im Beruf“.

    Papst kein „Antwortgeber und Problemlöser für alles und jedes“

    Auf die Botschaft des Papstes zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel angesprochen, sagt Nientiedt: „Ich sehe in dem Bischof von Rom nicht den großen Antwortgeber und Problemlöser für alles und jedes – und ich habe die begründete Vermutung, dass Papst Franziskus sich selbst auch nicht so versteht. Der Bischof von Rom kann aufrütteln, aufmerksam machen, zur Diskussion stellen. Er tut dies mit den Mitteln jener vernünftigen Argumentation, die den Menschen zu eigen ist, sowie des Glaubens an einen Schöpfergott, vor dem alle Menschen gleich sind. Er beschäftigt sich im Fall des Welttages der sozialen Kommunikationsmittel mit all jenen Fragen, mit denen sich auch andere ‚Menschen guten Willens‘ in der Auseinandersetzung mit der modernen Mediengesellschaft befassen“.

    Was Klaus Nientiedt sonst noch zu sagen hat und was er damit meint, wenn er sagt „dass Kirche und Religion auf der Seite medienfeindlicher Kräfte“ standen, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 9. August.

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    DT (jbj)

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