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    Zeiten und Menschen (53)

    Heute ist der 1. Februar 2018.

    Das Gerät heißt schlicht Apple Watch, aber eine normale Uhr ist es nicht. Apple-Chef Tim Cook am Dienstagabend bei der P... Foto: dpa

    Heute vor 300 Jahren verstarb Charles Talbot, 1. Duke of Shrewsbury. Talbot trat unter der Regentschaft von König Karl II. 1681 zur Church of England über und musste deshalb sofort nach der Thronbesteigung Jakobs II. seinen Dienst als Oberst der Kavallerie aufgeben. Talbot gehörte zu den maßgeblichen Führern der Whig-Partei, die sich für eine Machtübernahme Wilhelm von Oraniens einsetzte, die 1688 auch erfolgte (Glorious Revolution). Talbot wurde Secretary of State for the Southern Department, damals das höchste Ministeramt in der Regierung. Im folgenden Jahrzehnt bekleidete Talbot mit Unterbrechungen diverse Ministerämter. König Wilhelm III. erhob ihn 1694 zum "Marquess of Alton" und "Duke of Shrewsbury". Charles Talbot starb kinderlos. Mit ihm erlosch der Herzogstitel im Mannesstamme. Die Earlswürde erbte eine Seitenlinie. Seine Frau, eine Hofdame der Princess of Wales, überlebte ihn um acht Jahre.

    Vor 250 Jahren wurde der Général de division und Marschall von Frankreich Alexandre-Jacques-Bernard Law, Marquis de Lauriston, geboren. In der Völkerschlacht bei Leipzig (1813) geriet er in Gefangenschaft und wurde nach Berlin gebracht. Nach der Restauration kehrte er in seine Heimat zurück und wurde 1820 Minister des königlichen Hauses und Marschall. Sein Name ist am Triumphbogen in Paris in der 13. Spalte eingetragen.

    Vor 150 Jahren verstarb Gustav Eduard Benseler. Benselers Arbeit konzentrierte sich auf drei Felder: griechische Redner, griechische Lexikografie und sächsischen Bergbau. Er übersetzte die Reden von Isokrates (Teile 1832, vollständig 1851, erneut 1854–55), Aischines und Demosthenes (1854−61). Sein mit Karl Schenkl geschaffenes Griechisch-deutsches und deutsch-griechisches Schulwörterbuch wurde noch im 20. Jahrhundert vielfach bearbeitet und wieder aufgelegt. Als Hauptwerk Benselers wird das Wörterbuch der griechischen Eigennamen (2 Bände, 1863–70) betrachtet, das nach Benselers Tod von seinem Sohn Gustav Benseler fortgeführt wurde. Dem Bergbau, seiner privaten Leidenschaft, widmete Benseler die Werke Berggeschichten vom Aufkommen des sächsischen Bergbaus und Geschichte Freibergs und seines Bergbaus (2 Bände, 1853).

    Vor 100 Jahren wurde Muriel Spark geboren, eine britische Schriftstellerin. Nach Graham Greenes Tod im Jahre 1991 wurde sie wiederholt als bedeutendste lebende britische Schriftstellerin bezeichnet. Wie Greene (und Evelyn Waugh) konvertierte sie zum Katholizismus. Ihr Weltuhm als Schriftstellerin fußt auf dem 1961 veröffentlichten Roman Die Blütezeit der Miss Jean Brodie, dem das Magazin The New Yorker eine ganze Ausgabe widmete. Dieser Roman gilt als ein Klassiker der englischsprachigen Literatur im 20. Jahrhundert, a „must read“, wie es Neudeutsch heißt.

    Vor 50 Jahren verstarb der Maler Gerard Pieter Adolfs, ein aus Indonesien stammender Niederländer. In den 1930er Jahren – auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Karriere – wurde Adolfs von der Presse als „Zauberer des Lichts“ bezeichnet. Obwohl Adolfs nach dem Krieg nie mehr nach Java zurückkehrte, blieb er den Hauptmotiven seiner Werke treu: Marktszenen, balinesische Tänzerinnen, Hahnenkämpfe, Landschaften und Strassenszenen aus Java und Bali.

    Ihren 50. Geburtstag feiert heute Lisa Marie Presley, eine US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin. Sie ist das einzige Kind des Sängers Elvis Presley und der Schauspielerin Priscilla Presley.

    Seinen 50. Geburtstag feiert heute Hannes Trinkl, ein ehemaliger österreichischer Skirennläufer. Der Abfahrts- und Super-G-Spezialist gewann in seiner Karriere sechs Weltcuprennen, wurde Abfahrtsweltmeister 2001 und Dritter in der Abfahrt bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano. Seit 2014 ist Trinkl Weltcup-Renndirektor des Internationalen Skiverbandes (FIS).

    Einen guten Tag wünscht

    Josef Bordat