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    Zur Verlagssonderbeilage „Abtreibung in Deutschland“: Endlich gelungene Entlarvung der Abtreibung: Dank an die Lebensschutzverbände

    Eigentlich, ja eigentlich dürfte man aus dem dankbaren Staunen gar nicht mehr herauskommen nach der von der ersten bis zur letzten Zeile ebenso spannenden wie bereichernden Lektüre der Verlagssonderseiten „Abtreibung in Deutschland“ (DT vom 8. April). Nicht die scharfsichtigen Beobachtungen zur „Alltagsphänomenalität“ der Abtreibung und dazu, wie sie uns über Jahrzehnte beeinflusst und verändert hat, sind ein Grund zum Staunen, sondern bringen eine traurige Wirklichkeit meisterhaft auf den Punkt – ebenso wie die luzide Würdigung der Hellsichtigkeit und Unbeirrbarkeit des heiligen Johannes Paul II. während der bis heute nachwirkenden verhängnisvollen Kontroverse um die vermeintliche Notwendigkeit eines Verbleibs der Kirche im staatlichen Beratungssystem.

    Eigentlich, ja eigentlich dürfte man aus dem dankbaren Staunen gar nicht mehr herauskommen nach der von der ersten bis zur letzten Zeile ebenso spannenden wie bereichernden Lektüre der Verlagssonderseiten „Abtreibung in Deutschland“ (DT vom 8. April). Nicht die scharfsichtigen Beobachtungen zur „Alltagsphänomenalität“ der Abtreibung und dazu, wie sie uns über Jahrzehnte beeinflusst und verändert hat, sind ein Grund zum Staunen, sondern bringen eine traurige Wirklichkeit meisterhaft auf den Punkt – ebenso wie die luzide Würdigung der Hellsichtigkeit und Unbeirrbarkeit des heiligen Johannes Paul II. während der bis heute nachwirkenden verhängnisvollen Kontroverse um die vermeintliche Notwendigkeit eines Verbleibs der Kirche im staatlichen Beratungssystem.

    Zum Staunen aber bringt etwas anderes: dass nämlich zum ersten Mal überhaupt etwas entstanden ist, dem tatsächlich zuzutrauen ist, den „Turnaround“ zu schaffen und die allenthalben anzutreffende Überzeugung, im Großen und Ganzen sei an der herrschenden Abtreibungswirklichkeit nun mal nichts zu ändern, als grundfalsch und realitätsfern zu entlarven. Einfach nur staunen kann man, dass es mit 1000plus tatsächlich einer Pro-Life-Organisation gelungen ist, eine alternative, hochprofessionelle und dynamisch wachsende Beratungs- und Hilfsstruktur völlig jenseits öffentlicher (staatlicher und kirchlicher) Alimentierung aufzuziehen, die von Frauen im Schwangerschaftskonflikt zu Tausenden (!) in Anspruch genommen wird. Hand aufs Herz, wer hätte die Etablierung einer derart erfolgreichen Schwangerschaftskonfliktberatung innerhalb der Lebensschutzbewegung je für möglich gehalten? Was zu alledem dank 1000plus „ganz nebenbei“ auch noch für eine empirische, auf aussagekräftigen Zahlen basierende Erhebung der konkreten Ursachen für Schwangerschaftskonflikte geleistet worden ist, lässt sich in seiner Bedeutung gar nicht hoch genug einschätzen und ist nicht anders als bahnbrechend zu nennen. Um Entscheidungen für das Leben zu ermöglichen, so viel ist klar, bedarf es sehr viel mehr als „nur“ Geld, wie der Einblick in den Beratungsalltag eindrucksvoll zeigt. Und ein letztes, überaus Staunenswertes aus dem Beitrag über die Babyflaschenaktionen sei genannt: Es ist möglich, Menschen in sehr großer Anzahl zu sensibilisieren und ihr Herz für Schwangere in Not zu gewinnen. So bleibt nach allem Staunen nur der dringende Wunsch, dass 1000plus in Zukunft über die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen verfügen wird, um nie mehr gezwungen zu sein, wegen der großen Menge eingehender Beratungsanfragen die Werbemaßnahmen im Internet einzustellen.

    Vielen Dank für die Verlagsbeilage zum Thema Abtreibung, die so wichtig ist, damit dieses Thema nicht in Vergessenheit gerät. Was Bürgerinitiativen und Vereine da leisten, ist unglaublich und wir sind sehr dankbar dafür. Unbedingt in diese Beilage hätte aber auch die ausdrückliche Würdigung der vielen anderen Vereine gehört, die zum Teil schon seit Jahrzehnten Müttern helfen, das Thema in der Öffentlichkeit wachhalten und für das Leben werben. Ohne diese politische und gesellschaftliche Arbeit, wozu auch Infostände auf Messen, Vorträge zum Beispiel in Schulen und Gemeinden oder der Marsch für das Leben gehören, wären wir längst nicht so gut aufgestellt, was den Bekanntheitsgrad der Thematik sowie die konkrete Hilfe und Beratung angeht. Wir denken da zum Beispiel an die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), die auf 40 Jahre Arbeit zurückblicken kann, an KALEB, Pro Vita, TCLG, vitaL, Christdemokraten für das Leben (CDL) und viele andere, auch Juristen (JVL) und Ärzte (ÄfdL), die ebenfalls keinerlei staatliche oder offiziell kirchliche Unterstützung erhalten und seit vielen Jahren erfolgreich und überdies ehrenamtlich tätig sind. Diese Vereine, ihre kompetente Arbeit und Beratung haben schon vielen tausend Kindern das Leben gerettet und ihre Mütter vor einer Abtreibung bewahrt.

    Dr. Harald Schätz

    82319 Starnberg