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    Zur Rezension des Romans „Father Elijah“: Atemberaubend spannend

    Zur Rezension des Romans „Father Elijah“ von Michael O'Brien (DT vom 11.10.): Es ist in Europa leicht, sich über die frommen US-amerikanischen Katholiken lustig zu machen, die an Wunder glauben und dann auch noch solche Bücher schreiben, wo Wunder (kleine und größere) vorkommen. Dass Michael O'Brien eben nicht zu den US-Autoren zählt, sondern ein europäisch orientierter Kanadier ist, kann im Eifer des Kritik-Gefechts ja mal übersehen werden.

    Zur Rezension des Romans „Father Elijah“ von Michael O'Brien (DT vom 11.10.): Es ist in Europa leicht, sich über die frommen US-amerikanischen Katholiken lustig zu machen, die an Wunder glauben und dann auch noch solche Bücher schreiben, wo Wunder (kleine und größere) vorkommen. Dass Michael O'Brien eben nicht zu den US-Autoren zählt, sondern ein europäisch orientierter Kanadier ist, kann im Eifer des Kritik-Gefechts ja mal übersehen werden.

    Ihre Rezension übt auch Kritik an der Übersetzung, ohne zu verraten, warum. Das scheint unredlich oder jedenfalls unverständlich. Im Blick auf die Gesamtheit des Buches ist es außerdem unverständlich, dass die Rezensentin das Nicht-Vorkommen des Breviergebetes bemängelt: Auch die Morgentoilette wird in dem Roman kaum erwähnt. Und das Brevier gehört für den Autor eben zum Priestersein der Hauptfigur wie das Wasser zu den Fischen.

    Ich beneide alle, die den Roman „Father Elijah“ noch nicht gelesen haben. Denn sie haben das größte Lesevergnügen noch vor sich. „Father Elijah“ ist nicht nur atemberaubend spannend. Durch eine literarisch übliche Überzeichnung hilft uns Michael O'Brien, Ideologien und Gefahren unserer Zeit klarer zu durchschauen. Das gelungene Zusammenspiel von intelligenter Analyse der Gegenwart und einer sich daraus möglicherweise ergebenden Zukunft birgt eine lange Liste von Aha-Erlebnissen. Ebenso schafft es der Autor, tiefer in den Glauben und in das Gebet zu führen: Die machtvolle Hand Gottes, die Kraft des Gebets und der Sakramente sind in „Father Elijah“ lebensnah integriert. Ich danke Frau Kuby für die hervorragende Übersetzung und dem Verlag für die Initiative, dieses großartige Werk in den deutschsprachigen Raum zu bringen. Mein Lieblingsbuch!

    Dr. Gudrun Kugler, 1150 Wien