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    Zur Rezension des Buches „Letzte Gespräche“ und der Replik von Peter Seewald: Warum diese Befangenheit?: Mit großem Gewinn gelesen

    Herzlichen Dank für den Leserbrief von Peter Seewald (DT vom 11. Oktober). Wäre er mir nicht zuvorgekommen, hätte auch ich meine Verwunderung zu der mehr tendenziösen wie seriösen Buchbesprechung von Michael Karger zum Ausdruck gebracht. Warum diese Befangenheit in der „Tagespost“ gegenüber Büchern von Peter Seewald? Sein 2009 erschienenes „Jesus-Buch“ musste sich von Klaus Berger (DT vom 20. Oktober 2009) unter der Überschrift „Mal erheiternd, mal peinlich“ vorführen lassen. Seine Neuerscheinung wird – wenn ich Herrn Karger richtig verstehe – nun als eine Art Hofberichterstattung den Tagespostlesern nahegebracht.

    Herzlichen Dank für den Leserbrief von Peter Seewald (DT vom 11. Oktober). Wäre er mir nicht zuvorgekommen, hätte auch ich meine Verwunderung zu der mehr tendenziösen wie seriösen Buchbesprechung von Michael Karger zum Ausdruck gebracht. Warum diese Befangenheit in der „Tagespost“ gegenüber Büchern von Peter Seewald? Sein 2009 erschienenes „Jesus-Buch“ musste sich von Klaus Berger (DT vom 20. Oktober 2009) unter der Überschrift „Mal erheiternd, mal peinlich“ vorführen lassen. Seine Neuerscheinung wird – wenn ich Herrn Karger richtig verstehe – nun als eine Art Hofberichterstattung den Tagespostlesern nahegebracht.

    Ich schätze die Bücher von Peter Seewald und ich schätze die „Tagespost“. Und ich schätze es, wenn die „Tagespost“ auf wertvolle Neuerscheinungen hinweist und diese Bücher auch bespricht. Ein Rezensent sollte aber frei von Befangenheit sein. Und es vermögen, in einem flüssigen und ansprechenden Schreibstil Inhalt und Qualität des Buches sowie Charakter des Autors in wenigen Sätzen „einzufangen“. Langatmige Inhaltsangaben mit oberlehrerhaften Kommentaren – bei der nächsten Buchbesprechung bitte darauf verzichten!

    Auch wir waren von der Art und Weise, wie Michael Karger das Buch „Letzte Gespräche“ besprochen oder besser kritisiert hat, sehr enttäuscht. Noch mehr hat es uns überrascht, dass so ein Beitrag ausgerechnet in der „Tagespost“ veröffentlicht worden ist. Als langjährige Leser der „Tagespost“, die wir auch weiterhin nicht vermissen wollen, war es schon befremdlich, einen solchen Artikel über das ausgezeichnete Interviewbuch zu lesen. Von daher können wir den Leserbrief und die damit verbundenen Richtigstellungen des Autors Peter Seewald nur begrüßen.

    Offenbar gehört auch Herr Karger zu den vielen Menschen in Deutschland, für die Kardinal Joseph Ratzinger bzw. Papst Benedikt XVI. einfach eine beliebte Zielscheibe für jegliche Kritik war und ist. Egal was er sagte oder tat, es war immer falsch in deren Augen. Und das bei einem Mann, der wie kaum ein anderer feinfühlig und bescheiden ist. Jedenfalls haben wir das Interviewbuch mit großem Gewinn gelesen und können es nur weiterempfehlen. Und seinen Kritikern raten wir, wie es Papst Benedikt seinerzeit in seinem Vorwort des ersten „Jesus-Buches“ geschrieben hat: „Ich bitte die Leserinnen und Leser nur um jenen Vorschuss an Sympathie, ohne den es kein Verstehen gibt.“

    Dipl. Theol. Gertrud Schniertshauer,

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