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    Zur PID-Entscheidung des Deutschen Bundestages und dem Abstimmungsverhalten der Unionsfraktion: Gut zu wissen, wer wie votiert hat : Gewissensentscheidung respektieren: Die interessieren Sie nicht, Frau Ministerin

    Haben Sie herzlichen Dank für die Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse der einzelnen CDU-MdB's („Drum prüfe, wer sich ewig bindet“: DT vom 16. Juli). Nun weiß ich endlich, was ich von deren innerer Gesinnung zu halten habe. Den „Nein“-Stimmern gratuliere ich für ihre Haltung.

    Haben Sie herzlichen Dank für die Veröffentlichung der Abstimmungsergebnisse der einzelnen CDU-MdB's („Drum prüfe, wer sich ewig bindet“: DT vom 16. Juli). Nun weiß ich endlich, was ich von deren innerer Gesinnung zu halten habe. Den „Nein“-Stimmern gratuliere ich für ihre Haltung.

    Die „Tagespost“ hat unter der Überschrift „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ (DT vom 16. Juli) eine Liste veröffentlicht, aus der hervorgeht, wie die CDU/CSU-Abgeordneten im Bundestag bei der PID abgestimmt haben. Es heißt dort: „Wer das ,C‘ im Namen führt, muss sich dran messen lassen.“

    Nun ist es aber verbindliche christliche Lehre, dass man dem Gewissen immer Folge leisten muss! Zwar besteht für jeden Christen eine Verpflichtung, sein Gewissen zu bilden und sich eingehend zu prüfen, wenn man von christlichen Grundsätzen abweicht. Das Gewissen ist aber immer „letzte Instanz“ für die persönliche Entscheidung. Gerade christliche Politiker dürfen nicht in die Uniformität eines alle verpflichtenden kollektiven „Wir-Gefühls“ gedrängt werden. Gewissensentscheidungen sind immer, nach rationellem Abwägen, individuelle Entscheidungen eines jeden.

    Deshalb dürfen von irgendwelcher Seite mit solchen Entscheidungen auch keine Sanktionen gegen irgendeine Partei verbunden werden. Ich halte daher die Veröffentlichung dieser Liste mit strafendem Unterton für bedenklich. Andere Parteien haben davon nur ihren Nutzen.

    Frau Ministerin von der Leyen, „Wir gehen von einem mündigen Menschen aus“, schmeichelten Sie den Abgeordneten vor der Abstimmung über die PID. So ist es: Die Unmündigen, die sich nicht wehren können, interessieren Sie nicht. Sie haben ja kein Wahlrecht. Wozu sie also schützen? Dass unsere Verfassung den Regierenden den Schutz eines jeden menschlichen Lebens „von der Zeugung bis zum natürlichen Tod“ zur Pflicht macht, dass das Gesetz Gottes die Tötung unschuldigen Lebens verbietet, betrachten Sie offenbar als eine „Bevormundung“.

    Gerhard Merschroth, 79576 Weil am Rhein

    Günter Herrwerth, 64289 Darmststadt

    Hildegard Korn, Eichstätt