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    Zur Glosse „Kulturkritik unter römischer Sonne“: Frauen nicht bewerten

    Die Glosse von Guido Horst über römische Touristinnen (DT vom 29. Mai) ist eine bodenlose Unverschämtheit. Ich schäme mich dafür, dass sich Schreiber und Zeitung christlich nennen. Wann hört das Bewerten und Urteilen über Frauen endlich auf. Wir Frauen haben genug damit zu tun, uns selber annehmen zu können. Ich kenne keine Frau, die ohne Makel ist. Und erst das Frieden schließen mit seinem eigenen Aussehen befähigt uns dazu, die anderen so anzunehmen, wie sie sind. Gedanken, Worte und Werke die auch nur eine von uns angreifen, verletzen die Würde aller Frauen.

    Die Glosse von Guido Horst über römische Touristinnen (DT vom 29. Mai) ist eine bodenlose Unverschämtheit. Ich schäme mich dafür, dass sich Schreiber und Zeitung christlich nennen. Wann hört das Bewerten und Urteilen über Frauen endlich auf. Wir Frauen haben genug damit zu tun, uns selber annehmen zu können. Ich kenne keine Frau, die ohne Makel ist. Und erst das Frieden schließen mit seinem eigenen Aussehen befähigt uns dazu, die anderen so anzunehmen, wie sie sind. Gedanken, Worte und Werke die auch nur eine von uns angreifen, verletzen die Würde aller Frauen.

    Ich habe den Artikel zwei weiteren Frauen gezeigt und beiden waren erschüttert. Wenn ein Mann eine Frau kritisiert, trifft er alle. Die ist zu dick, zu dünn, zu klein, zu alt, zu blond... und was bin ich für Dich?

    Bei jeder Frau wird er einen Makel finden. Männer haben uns Frauen nicht zu bewerten. Und christliche Männer erst recht nicht. Ich bin stolz auf meine Schwestern, die trotz Leibesfülle keine vertuschende Kleidung tragen. Verdecken bringt keine Veränderung. Vielleicht sieht sich diese in der Glosse beschriebene Frau im Trevi Brunnen spiegeln und beschließt zu handeln, wogegen die schamvoll bedeckte Frau nicht darauf kommt handeln zu wollen, denn es sieht ja keiner. Es ist ja auf geistiger Ebene das Gleiche. Die Wahrheit wird uns frei machen und die Liebe verändert, wen sie will.

    Wenn ich mich dabei ertappe, mich mit anderen Frauen zu vergleichen oder Männer zu bewerten, flehe ich zu Gott um Erbarmen und um Heilung. Ich möchte wahrnehmen, segnen und weitergehen. Männer sind dazu da um Frauen zu lieben, zu achten und zu ehren. Wenn sie das nicht können, ist es besser den Mund zu halten und erst den eigenen Balken aus dem Auge zu Ziehen. Ich hoffe, dass diese Worte viele Männer lesen und handeln, denn dann werden Frauen wieder Männer begegnen, die uns an Jesus erinnern.

    Bärbel Weidmann-Dach, 83308 Trostberg