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    Zur Erklärung des Limburger Domkapitels: Vom Neuanfang im Bistum: Ein Fall für den Staatsanwalt?

    Das haben sich die Meinungsführer des Domkapitels von Limburg raffiniert ausgedacht: Erst lange drei Monate nach der Annahme des Amtsverzichts von Bischof Tebartz-van Elst durch den Papst gaben sie jetzt eine „Erklärung“ ab: Am Tag nach Fronleichnam, einem für viele arbeitsfreien „Brückentag“, einen Tag vor einem WM-Fußballspiel der Deutschen. Von dieser „Erklärung“ sollte die Öffentlichkeit offensichtlich möglichst wenig Kenntnis nehmen. Das hat ja auch recht ordentlich geklappt. Dabei verschiebt diese längst überfällige Erklärung die Schuldfrage in der „Causa Limburg“ erheblich! Das Domkapitel gibt zu, dass die Initiative zum Bau eines Bischofshauses auf dem Limburger Domberg vom Domkapitel bereits in den letzten Jahren der Amtszeit von Bischof Kamphaus ausging. „Unsere Vorentscheidung hat das Bistum faktisch gebunden.“ Weiter: „Dazu fehlte uns die rechtliche Zuständigkeit.“ Und: Das Domkapitel habe im Verlauf der Baumaßnahmen seit 2008 seiner Kontrollpflicht nicht entsprochen, auch nicht der für das Finanzgebaren des Bischöflichen Stuhls. Im Klartext: Das Domkapitel hat nicht nur „Fehler“ begangen, wie es so verniedlichend heißt, sondern trägt ein gerütteltes Maß an Mitverantwortung und Schuld an den sogenannten „Limburger Verhältnissen“, die bisher in einer vernichtenden Medieninszenierung allein Bischof Tebartz van-Elst angehängt wurden. Und deshalb kann in Limburg kein Neubeginn erfolgreich sein, wenn nicht zumindest Domkapitular Günther Geis, die starke Machtfigur schon hinter Bischof Kamphaus, sowie der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz und Vukovar ihrem Bischof in die „Verbannung“ folgen. Es muss ja nicht gleich „Afrika“ sein, wie man so „anteilnahmsvoll“ und „christlich“ Bischof Tebartz van-Elst gewünscht hat. Man tut Herrn Geis wohl nicht unrecht, wenn man davon ausgeht, dass er für und hinter Bischof Kamphaus mit seinem romkritischen Kurs als Generalvikar die „graue Eminenz“, die Machtperson im bischöflichen Ordinariat war und (fast) alles gemanagt hat, was Kamphaus dann ausführte. Als der Donum-Vitae-Förderer Geis unter Tebartz van-Elst durch Generalvikar Kaspar abgelöst wurde und Weihbischof Pischel die Betreuung der Caritas übertragen hat, dürfte Tebartz van-Elst seinen entscheidenden „Fehler“ gemacht haben. Das war wohl zu viel! Auch machte sich Tebartz van-Elst nicht beliebter, als er im Auftrag von Papst Benedikt klarstellte, dass Laien keine „Seelsorger“ sein könnten, sondern dieser Begriff Priestern vorbehalten sei. – Fest an der Seite von Geis stand und steht der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz und Vukovar. Der hat (um es in der derzeit aktuellen Fußballsprache zu formulieren) auf Tebartz van-Elst noch eingetreten, als der schon am Boden lag. Und dieser Mann soll jetzt mitentscheidend den neuen Bischof aussuchen und damit einen „Neuanfang“ gestalten dürfen? Da stehe Gott vor! Und müssten die verleumderischen und ehrenrührigen Anschuldigungen des Vermögensverwaltungsrats Riebel über Tebartz van-Elst in Presse und Fernsehen nach der Erklärung des Domkapitels jetzt nicht sogar ein Fall für den Staatsanwalt sein? So ehrenrührig darf Meinungsfreiheit nicht sein! Unter Christen schon gar nicht!

    Das haben sich die Meinungsführer des Domkapitels von Limburg raffiniert ausgedacht: Erst lange drei Monate nach der Annahme des Amtsverzichts von Bischof Tebartz-van Elst durch den Papst gaben sie jetzt eine „Erklärung“ ab: Am Tag nach Fronleichnam, einem für viele arbeitsfreien „Brückentag“, einen Tag vor einem WM-Fußballspiel der Deutschen. Von dieser „Erklärung“ sollte die Öffentlichkeit offensichtlich möglichst wenig Kenntnis nehmen. Das hat ja auch recht ordentlich geklappt. Dabei verschiebt diese längst überfällige Erklärung die Schuldfrage in der „Causa Limburg“ erheblich! Das Domkapitel gibt zu, dass die Initiative zum Bau eines Bischofshauses auf dem Limburger Domberg vom Domkapitel bereits in den letzten Jahren der Amtszeit von Bischof Kamphaus ausging. „Unsere Vorentscheidung hat das Bistum faktisch gebunden.“ Weiter: „Dazu fehlte uns die rechtliche Zuständigkeit.“ Und: Das Domkapitel habe im Verlauf der Baumaßnahmen seit 2008 seiner Kontrollpflicht nicht entsprochen, auch nicht der für das Finanzgebaren des Bischöflichen Stuhls. Im Klartext: Das Domkapitel hat nicht nur „Fehler“ begangen, wie es so verniedlichend heißt, sondern trägt ein gerütteltes Maß an Mitverantwortung und Schuld an den sogenannten „Limburger Verhältnissen“, die bisher in einer vernichtenden Medieninszenierung allein Bischof Tebartz van-Elst angehängt wurden. Und deshalb kann in Limburg kein Neubeginn erfolgreich sein, wenn nicht zumindest Domkapitular Günther Geis, die starke Machtfigur schon hinter Bischof Kamphaus, sowie der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz und Vukovar ihrem Bischof in die „Verbannung“ folgen. Es muss ja nicht gleich „Afrika“ sein, wie man so „anteilnahmsvoll“ und „christlich“ Bischof Tebartz van-Elst gewünscht hat. Man tut Herrn Geis wohl nicht unrecht, wenn man davon ausgeht, dass er für und hinter Bischof Kamphaus mit seinem romkritischen Kurs als Generalvikar die „graue Eminenz“, die Machtperson im bischöflichen Ordinariat war und (fast) alles gemanagt hat, was Kamphaus dann ausführte. Als der Donum-Vitae-Förderer Geis unter Tebartz van-Elst durch Generalvikar Kaspar abgelöst wurde und Weihbischof Pischel die Betreuung der Caritas übertragen hat, dürfte Tebartz van-Elst seinen entscheidenden „Fehler“ gemacht haben. Das war wohl zu viel! Auch machte sich Tebartz van-Elst nicht beliebter, als er im Auftrag von Papst Benedikt klarstellte, dass Laien keine „Seelsorger“ sein könnten, sondern dieser Begriff Priestern vorbehalten sei. – Fest an der Seite von Geis stand und steht der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz und Vukovar. Der hat (um es in der derzeit aktuellen Fußballsprache zu formulieren) auf Tebartz van-Elst noch eingetreten, als der schon am Boden lag. Und dieser Mann soll jetzt mitentscheidend den neuen Bischof aussuchen und damit einen „Neuanfang“ gestalten dürfen? Da stehe Gott vor! Und müssten die verleumderischen und ehrenrührigen Anschuldigungen des Vermögensverwaltungsrats Riebel über Tebartz van-Elst in Presse und Fernsehen nach der Erklärung des Domkapitels jetzt nicht sogar ein Fall für den Staatsanwalt sein? So ehrenrührig darf Meinungsfreiheit nicht sein! Unter Christen schon gar nicht!

    Hans-Michael Müller, 63452 Hanau