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    Zur Diskussion um die Unauflösbarkeit der Ehe und den Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen: Das richtige Wort zur richtigen Zeit: Eine Ehe kann zerbrechen. Und dann?

    Gerade in der Frage der Unauflösbarkeit der Ehe ist die Lehre der Kirche nicht das Ergebnis menschlicher Erwägungen weder einzelner Päpste noch von Konzilen, sondern schon in den Evangelien mit beeindruckender Klarheit dargelegt. Ebenso werden dort ja die Schwierigkeiten der Jünger mit dieser Lehre überliefert – doch gibt es keinen Hinweis darauf, dass Jesus daraus die Konsequenz gezogen hat, dass eine Relativierung der Lehre erforderlich sei. Deshalb ist auch das Lehramt seit jeher in dieser Frage standhaft geblieben, auch wenn damit teilweise schwere Opfer einhergingen. Eine Abänderung der Lehre in dieser Frage – oder auch eine Modifikation, die in der Konsequenz eine Abänderung darstellen würde – ist nicht vorstellbar.

    Gerade in der Frage der Unauflösbarkeit der Ehe ist die Lehre der Kirche nicht das Ergebnis menschlicher Erwägungen weder einzelner Päpste noch von Konzilen, sondern schon in den Evangelien mit beeindruckender Klarheit dargelegt. Ebenso werden dort ja die Schwierigkeiten der Jünger mit dieser Lehre überliefert – doch gibt es keinen Hinweis darauf, dass Jesus daraus die Konsequenz gezogen hat, dass eine Relativierung der Lehre erforderlich sei. Deshalb ist auch das Lehramt seit jeher in dieser Frage standhaft geblieben, auch wenn damit teilweise schwere Opfer einhergingen. Eine Abänderung der Lehre in dieser Frage – oder auch eine Modifikation, die in der Konsequenz eine Abänderung darstellen würde – ist nicht vorstellbar.

    Eine solche Modifikation stellte letztlich die Erlaubnis zum Kommunionsempfang für Geschiedene dar, die erneut zivil verheiratet sind. Der Argumentation von S.E. Kardinal Müller ist somit unbedingt zu folgen, auch wenn man beim ersten Lesen des Schreibens, vielleicht auch unter dem Einfluss der Berichterstattung, einen anderen Eindruck hatte. Nach der Lektüre des Leitartikels von Guido Horst (DT vom 3. Mai), der mich wie schon lange keiner mehr mit Freude und Zuversicht erfüllt hat, kann ich nur feststellen: Das war das richtige Wort zur richtigen Zeit. Und für Kardinal Müller beten, der wohl in der Zukunft nicht nur viel Kraft, sondern auch göttlichen Beistand benötigen wird.

    Wenn Papst Franziskus der Barmherzigkeit einen zentralen Stellenwert beimisst, bekommt er von allen Seiten Applaus. Wenn er diese umsetzt, ist das ein Weg ins theologisch-pastorale Chaos. Dabei wurde diese Barmherzigkeit nicht selten bei Ehenichtigkeitsverfahren praktiziert.

    Ich bleibe bei meiner These, dass die katholische Kirche, will sie sich nicht bei einem zentralen Thema ihrer Theologie spalten, sich weiterentwickeln muss, wie sie es in ihrer Geschichte schon getan hat und wie die orthodoxe Kirche es schon lange praktiziert.

    Ich erlaube mir zu behaupten, einen Ausweg zu sehen, indem die katholische Kirche sich an einer Stelle „weiterentwickelt“ und nicht nur davon ausgeht, dass es die sakramentale und die ungültige Ehe gibt, sondern auch die (durch die schwere Sünde) zerstörte Ehe, die dann aufgehört hat zu existieren. Gibt es nicht eine Zerstörung einer Ehe durch den Menschen, ein irreparables Zerbrechen (wenn zum Beispiel ein Partner den anderen verlässt und neu heiratet)? – Wie kann dann der andere Partner, der eventuell wieder heiratet, unter anderem, weil er Kinder hat, im Dauerzustand der schweren Sünde verbleiben, die selbst durch die Beichte nicht „gelöscht“ werden kann? Also meine Bitte: Doch das Thema Zerstören/Zerbrechen einer gültigen Ehe mit all seinen Konsequenzen als Teil der „Konfliktlösung“ mit einzubeziehen.

    Dr. Ulrich Mauser, 96489 Niederfüllbach