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    Zur Debatte um die straffreie Beihilfe zur Selbsttötung : Wo bleibt der so notwendige Aufschrei?

    Wo bleibt ein lauter Proteststurm – von Christen, Bischöfen, Behindertenverbänden, Senioren, Psychologen, depressiven Menschen – von mutigen Menschenrechtlern? Mit Entsetzen habe ich die Berichterstattungen über den Gesetzentwurf § 217 StGB gelesen, bei dem es um die Erlaubnis(!) der straffreien Beihilfe zur Selbsttötung (also zum vorzeitigen, absichtlich herbeigeführten Tod) durch einen Jeden, durch Ärzte, durch Pfleger, durch „gemeinnützige Sterbehilfeeinrichtungen“ geht. Im Kielwasser dieses Gesetzes, das wohl klammheimlich am 31. Januar 2013 durch den Bundestag gewunken werden soll, ist tiefste Unmenschlichkeit und eine große Gefahr für die Moral unserer Gesellschaft. Wie sollen denn künftig behinderte, depressive oder schwer kranke, auch demente Menschen noch ihr natürliches Recht auf ihr Leben bis zum natürlichen Tod wahren können, wenn der Todesparagraf so langsam aber sicher das Bewusstsein für die Unantastbarkeit des Lebens schwinden lässt? Wie soll den bei häuslicher Gewalt, beim Tod des alten Erbonkels, beim Herbeirufen des „Sterbehilfeteams!“ zu einer dementen Person unterschieden werden, was Mord ist und was „freiwilliger Tod“? Was für ein immenser Druck wird auf die Angehörigen zukommen, wenn es doch so „einfach“ wäre, den „Alten oder Unbrauchbaren“ beim „Selbsttöten“ beizustehen beziehungsweise dazu zu motivieren?

    Wo bleibt ein lauter Proteststurm – von Christen, Bischöfen, Behindertenverbänden, Senioren, Psychologen, depressiven Menschen – von mutigen Menschenrechtlern? Mit Entsetzen habe ich die Berichterstattungen über den Gesetzentwurf § 217 StGB gelesen, bei dem es um die Erlaubnis(!) der straffreien Beihilfe zur Selbsttötung (also zum vorzeitigen, absichtlich herbeigeführten Tod) durch einen Jeden, durch Ärzte, durch Pfleger, durch „gemeinnützige Sterbehilfeeinrichtungen“ geht. Im Kielwasser dieses Gesetzes, das wohl klammheimlich am 31. Januar 2013 durch den Bundestag gewunken werden soll, ist tiefste Unmenschlichkeit und eine große Gefahr für die Moral unserer Gesellschaft. Wie sollen denn künftig behinderte, depressive oder schwer kranke, auch demente Menschen noch ihr natürliches Recht auf ihr Leben bis zum natürlichen Tod wahren können, wenn der Todesparagraf so langsam aber sicher das Bewusstsein für die Unantastbarkeit des Lebens schwinden lässt? Wie soll den bei häuslicher Gewalt, beim Tod des alten Erbonkels, beim Herbeirufen des „Sterbehilfeteams!“ zu einer dementen Person unterschieden werden, was Mord ist und was „freiwilliger Tod“? Was für ein immenser Druck wird auf die Angehörigen zukommen, wenn es doch so „einfach“ wäre, den „Alten oder Unbrauchbaren“ beim „Selbsttöten“ beizustehen beziehungsweise dazu zu motivieren?

    Die Bundeskanzlerin hätte die Macht, dass sie diesen Gesetzentwurf stoppt. Sie ist nicht länger dem Koalitionsvertrag verpflichtet. Denn der ursprüngliche Zweck des Gesetzes, den gemeinnützigen Sterbehelfern das Handwerk zu legen, ist längst weggefallen. Diese haben sich bereits neu organisiert und werden als „gemeinnützige Sterbehelfer“ von dem geplanten Gesetz nicht mehr erfasst. Sie können nun unser Land mit „Beratungsstellen für Suizidwillige“ übersähen. Dort wird dann professionell „geholfen“, sprich professionell getötet – auf „Wunsch“, versteht sich. Dringend muss der Zeitdruck aus diesem Gesetzgebungsverfahren genommen werden. Und es muss ein neuer Gesetzentwurf vorgelegt werden, so wie er auch auf dem CDU-Parteitag am 5. Dezember 2102 mit überwältigender Mehrheit gefordert wurde. Denn jede Form von geschäftsmäßiger, organisierter und gewerblicher Beihilfe zum Suizid muss unter Strafe gestellt werden. Wir sollten darum kämpfen, dass das 5. Gebot „Du sollst nicht töten“ nicht auch noch am Lebensende verletzt wird!

    Irgendwie müssen wohl wir Christen, jeder Einzelne, aktiv werden mit zum Beispiel Briefen und E-Mails schreiben, vor allem an die Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder. Wir Christen sind dazu berufen, Licht und Salz zu sein!

    Dr. Peter Singer, 82067 Ebenhausen