Zum Katholikentag in Osnabrück: Zuschriften, die der Ergänzung bedürfen: Das lässt doch sehr hoffen

Die Leserbriefe, die Sie am Donnerstag, dem 29. Mai veröffentlicht haben, bedürfen der Ergänzung und Korrektur. Sie erinnern an Exegeten, die zu ihrer vorgefassten Meinung Stellen der hl. Schrift heraussieben, andere übersehen oder sie in ihrem Sinn uminterpretieren. Auch mir kamen beim Katholikentag Zeugen Jehovas entgegen und Adventisten – ist das zu vermeiden? Wir hatten eine andächtige Fronleichnamsfeier mit anschließender Prozession. Wir hatten eine Abschlussmesse, in der unter anderem in die Weite der vier Himmelsrichtungen gebetet wurde – was für viele ergreifend war. Wir hatten Feiern, Feste mit vielen Jugendlichen bis in die Nacht. Nachher keine Betrunkenen, keine Randale, kein Schmutz in den Grünanlagen. Auch junge Katholiken feiern bewusst und anders. (Ich wohne mittendrin.) Dass man in einem Stadion keine „doppelte Kniebeuge“ machen kann, dürfte klar sein.

Wenn am 2. Sonntag nach Peter und Paul 8 000 bis10 000 Menschen von hier nach Telgte pilgern, wird die Überzahl jung sein – und andächtig fröhlich oder fröhlich andächtig. Den Glauben muss man auch feiern dürfen – das schließt nicht aus, dass Gott zu anderer Zeit auch in der Stille sich finden lassen möchte.

Schönen Dank für die umfangreiche Berichterstattung von verschiedenen Veranstaltungen des Katholikentages. Ausführlicher hat wohl keine andere Zeitung berichtet. Dass in Osnabrück Gottesdienste besser besucht waren als manche Podiumsdiskussion, lässt doch sehr hoffen. Bei allem, was man sicher zu Recht kritisieren muss.