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    Zum Blickpunkt „Konservative Strukturen“: Schnell und prägnant Stellung nehmen

    Zum Blickpunkt „Konservative Strukturen“ (DT vom 20. Juni): Was Stefan Rehder bemängelt, vermisse ich seit vielen Jahren: eine Einrichtung der katholischen Kirche, die schnell, prägnant und medienwirksam zu aktuellen Entwicklungen und Ereignissen Stellung nimmt, und zwar auch, wenn die grundsätzliche Einstellung der Kirche bekannt sein könnte. Das gilt nicht nur für bioethische Fragen und das gilt auch nicht nur für den Bereich der ganzen Bundesrepublik. Ebenso bei entsprechenden Anlässen auf Landesebene müsste sichergestellt sein, dass die katholische Kirche ihre Position aktuell und klar vertritt. Es ist wenig befriedigend, wenn, wie ich es erlebt habe, eine wichtige Entscheidung im Landtag zum Wochenende ansteht, ich von dem katholischen Büro erfahre, dass ein kirchliches Gremium, das in der nächsten Woche zusammenkomme, auch über dieses Thema beraten werde. Die grundsätzliche Meinung der Kirche sei ja ohnehin bekannt.

    Zum Blickpunkt „Konservative Strukturen“ (DT vom 20. Juni): Was Stefan Rehder bemängelt, vermisse ich seit vielen Jahren: eine Einrichtung der katholischen Kirche, die schnell, prägnant und medienwirksam zu aktuellen Entwicklungen und Ereignissen Stellung nimmt, und zwar auch, wenn die grundsätzliche Einstellung der Kirche bekannt sein könnte. Das gilt nicht nur für bioethische Fragen und das gilt auch nicht nur für den Bereich der ganzen Bundesrepublik. Ebenso bei entsprechenden Anlässen auf Landesebene müsste sichergestellt sein, dass die katholische Kirche ihre Position aktuell und klar vertritt. Es ist wenig befriedigend, wenn, wie ich es erlebt habe, eine wichtige Entscheidung im Landtag zum Wochenende ansteht, ich von dem katholischen Büro erfahre, dass ein kirchliches Gremium, das in der nächsten Woche zusammenkomme, auch über dieses Thema beraten werde. Die grundsätzliche Meinung der Kirche sei ja ohnehin bekannt.

    Eine solche Verfahrensweise ist nicht nur konservativ. Ist sie nicht ebenfalls weltfremd und geradezu verantwortungslos, zumal die Kirche in der Regel wirklich Maß-Gebendes beizutragen hat und vielen Entscheidungsträgern eine Hilfestellung geben kann? Dabei dürfte es doch in einer der reichsten Kirche der Welt mit zahllosen Institutionen und Gremien jedenfalls kein finanzielles Problem sein, in dieser überaus wichtigen Sache wirksame Strukturen und Einrichtungen zu schaffen.

    Ferdinand Lutz, 57250 Netphen