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    Zum Beitrag „Freiheit bedeutet Verantwortung“ und der Diskussion über ein „bedingungsloses Grundeinkommen“: Eigenverantwortung ist nicht unsozial

    Zum Artikel „Freiheit bedeutet Verantwortung“ (DT vom 8. April): Bei der Diskussion zum Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“ wird immer vergessen, dass zum christlichen Menschenbild auch die Eigenverantwortung gehört. Der KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, hat deshalb am 7. März 2009 eine Erklärung zum Grundeinkommen verabschiedet, deren Kernsätze ich gerne in Erinnerung rufen möchte:

    Zum Artikel „Freiheit bedeutet Verantwortung“ (DT vom 8. April): Bei der Diskussion zum Thema „bedingungsloses Grundeinkommen“ wird immer vergessen, dass zum christlichen Menschenbild auch die Eigenverantwortung gehört. Der KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, hat deshalb am 7. März 2009 eine Erklärung zum Grundeinkommen verabschiedet, deren Kernsätze ich gerne in Erinnerung rufen möchte:

    Eigenverantwortung im Sinne des Subsidiaritätsprinzips (Hilfe zur Selbsthilfe) ist nicht unsozial, sondern das Kennzeichen einer Gesellschaft, die soziale Gerechtigkeit anstrebt. Sozial ist deshalb, was den Einzelnen zur Eigeninitiative ermutigt und zur Eigenständigkeit befähigt.

    Auf die Politik bezogen heißt das, eine Politik, die sich am christlichen Menschenbild und damit an der katholischen Soziallehre orientiert, wird die Förderung des Einzelnen zum Ziel haben. Sozialpolitik bedeutet demnach, jedem die Chance auf selbstgeschaffenen Wohlstand zu geben, aber nicht durch Ansprüche an den Staat.

    Die sozialste Tat ist deshalb, Menschen wieder auf die eigenen Füße zu stellen. Insofern ist eine Rückbesinnung auf das Subsidiaritätsprinzip der katholischen Soziallehre nötiger denn je. Soziale Gerechtigkeit und Eigenverantwortung sind demnach keine Gegensätze, sondern die zwei Seiten derselben Medaille.

    Abgesehen von dem Finanzierungsproblem würde damit ein Systemwandel eingeleitet. Denn in der sozialen Marktwirtschaft ist jeder für sich selbst verantwortlich. Nur wer diese Verantwortung nicht wahrnehmen kann, hat Anspruch auf soziale Hilfe. Das Grundeinkommen würde dieses Prinzip auf den Kopf stellen.

    Bernd-M. Wehner, Vorsitzender des Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, 40789 Monheim/Rhein