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    Zum Artikel „Barmherzigkeit heißt: Wahrheit verkünden“: Wer spricht von den Folgen für die Kinder?

    Zum Artikel von Heinrich Neumann „Barmherzigkeit heißt: Wahrheit verkünden“ (erschienen in „Die Tagespost“ vom 16. November):

    Zum Artikel von Heinrich Neumann „Barmherzigkeit heißt: Wahrheit verkünden“ (erschienen in „Die Tagespost“ vom 16. November):

    Der Autor zählt überzeugend den Grund auf, weshalb sich das Treueversprechen am Brautaltar vom Treueversprechen Gottes nicht trennen lässt. Was mir in der aktuellen Auseinandersetzung ganz allgemein fehlt, ist eine Bezugnahme nicht nur auf das Versprechen der Treue bis zum Tod, sondern auch auf das dazugehörende, nicht minder wichtige Versprechen, für die Kinder da zu sein, wenn Gott solche schenkt.

    Wo bleibt da nach der endgültigen Scheidung der Barmherzigkeitsgedanke? Die Kinder, vor allem, wenn sie noch im Schul- und Vorschulalter sind, sind die benachteiligten Opfer der Untreue ihrer Eltern, was ich während meines Schuldienstes leider zu oft im Leistungsabbau der Betroffenen feststellen musste. Will die Kirche auch aus diesem Grund den Scheidungswilligen zu bedenken geben, von nicht wieder gutzumachenden Entschlüssen abzusehen?

    Guido Appius, CH 4054 Basel