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    Weitere Leserzuschriften zur Aufhebung der Exkommunikation der vier Lefebvre-Bischöfe und den diesbezüglichen Reaktionen in Medien, Politik und Kirche: Brücken bauen ist Aufgabe des Papstes: Klar, gradlinig und lehrreich: Warum haben wir nicht geklatscht?

    Die einzigartige Aufgabe des Papstes ist es, den ihm anvertrauten Menschen die Brücke zu bauen, um von der irdischen Welt endgültig zu Gott in die Ewigkeit zu gelangen. Da er hierbei allein seiner Verantwortung vor Gott verpflichtet ist, hat er zwar kritische Äußerungen seiner Mitmenschen zu respektieren, dieser Respekt allein darf jedoch nicht Richtschnur seiner Entscheidungen sein. Mit den sieben Gaben des Heiligen Geistes – der Weisheit, der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis, der Stärke, der Gottesfurcht und der Frömmigkeit – hat Gott ihm, seinem Stellvertreter auf Erden, die Kriterien seiner päpstlichen Entscheidungen an die Hand gegeben.

    Die einzigartige Aufgabe des Papstes ist es, den ihm anvertrauten Menschen die Brücke zu bauen, um von der irdischen Welt endgültig zu Gott in die Ewigkeit zu gelangen. Da er hierbei allein seiner Verantwortung vor Gott verpflichtet ist, hat er zwar kritische Äußerungen seiner Mitmenschen zu respektieren, dieser Respekt allein darf jedoch nicht Richtschnur seiner Entscheidungen sein. Mit den sieben Gaben des Heiligen Geistes – der Weisheit, der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis, der Stärke, der Gottesfurcht und der Frömmigkeit – hat Gott ihm, seinem Stellvertreter auf Erden, die Kriterien seiner päpstlichen Entscheidungen an die Hand gegeben.

    Gott sei Dank, dass die ausgeprägte Weisheit und die in diesen Tagen so dienliche Stärke des Papstes alle die gegen ihn erhobenen Verdächtigungen und Anschuldigungen, die da und dort menschlich verständlich sein mögen, nicht beeindrucken und schon gar nicht beeinflussen können.

    Ich danke Ihnen, dass Sie mir die zum Thema „Aufhebung der Exkommunikation“ aktuellen Ausgaben Ihrer Zeitung zugesandt haben. Mit besonderer Freude und mit großem Interesse habe ich den offenen Brief von Erzbischof Hippolyte Simon gelesen (DT vom 3. Februar). Es war eine Genugtuung, diese klaren, unmissverständlichen, lehrreichen und gradlinigen Ausführungen dargestellt zu bekommen; die ganz Problematik in dieser Angelegenheit wird in diesem Brief auch dem einfachen Laien deutlich gemacht.

    Gerne hätte ich solch treffende und klärende Worte an die deutschen Medien auch von unseren Bischöfe oder gar von der Leitung der Bischofskonferenz gehört. Sicher hätten sich dann nicht so viele „Alleswisser“ und „Allesbesserwisser“ in Funk und Fernsehen profilieren müssen. Also nochmals vielen Dank, Ihnen weiterhin viel Freude für Ihre gute und überzeugende Arbeit.

    Die Stellungnahme des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, zur Kritik an Papst Benedikt XVI. nach Aufhebung der Exkommuunikation der vier Levebvre-Bischöfe und dem Fall Williamson ließ an Kompetenz und Klarheit nichts zu wünschen übrig. Enttäuscht war ich, dass unsere Bischöfe in Deutschland nicht spontan beschlossen haben, die Worte in allen Pfarreien Deutschlands in der Sonntagsmesse vorlesen zu lassen. Wie viele werden darauf gewartet haben? In unserer Kirche hat dann der Zelebrant zur Selbsthilfe gegriffen. Wohl die meisten Besucher haben ihn verstanden. Nach dem Gottesdienst fragten sich manche: „Warum haben wir nicht geklatscht?“

    Möge die vatikanische Verwaltung dafür sorgen, dass die so peinliche „Panne“, für die man den Heiligen Vater nicht verantwortlich machen sollte, sich nie mehr wiederholt.

    Die Absicht des Heiligen Vaters war eindeutig: Die Bruderschaft Pius X. wieder näher an die Einheit der römischen Kirche heranzuführen. Warum das misslungen ist, dafür gibt es verschiedene Gründe. Die Wahrheit wird man wohl später einmal erfahren.

    Eines ist sicher, der Feind der Kirche schläft nicht. Aber vielleicht haben wir verschlafen, die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Wo ist der Aufruf der deutschen Bischöfe zum gemeinsamen Gebet um die Einheit der Kirche, zum Gebet für den Heilige Vater. Aufhören mit dem ständigen Hin und Her. Nichts fürchten die Feinde der Kirche mehr als das gemeinsame Gebet der Kirche. Dagegen sind sie machtlos. Wo sind die gemeinsamen Gebetsstunden?

    Die in den letzten Tagen vernommenen Publikationen – pro und kontra – haben wir mehr oder weniger verarbeitet. Im Zuge der so schmählichen Äußerung des Bischofs Williamson hat sich auch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wort gemeldet.

    Ich gehöre nicht zu den Menschen, die Frau Merkel diesbezüglich kritisieren, auch aus dem einfachen Grund, weil der Komplex nicht nur eine Angelegenheit der katholischen Kirche ist, sondern auch politisches Terrain berührt im Hinblick auf die Beziehungen zu anderen Gläubigen beziehungsweise zum Staat Israel! Dies umso mehr, als unser Heiliger Vater seine Integrität stets unter Beweis gestellt hat.

    Nachdem ich bereits vor Jahren von einem lieben katholischen Freund „Die Tagespost“ erhielt, hatte ich sie mit etwas spitzen Fingern wieder zurückgelegt und abbestellt. Nun, nach Jahren des Studiums von Theologie und Philosophie und Katholizismus an der Freien Universität Berlin, erfreue ich mich auch Ihrer Zeitung und möchte sie nicht mehr missen. Der unsäglichen und bösartigen, weil nicht recherchierten Berichterstattung in den meisten deutschen Medien über Papst Benedikt wird in Ihrer „Tagespost“ ein Gegengewicht gesetzt, auch zuletzt über das Todesurteil gegen Eluana.

    Ich denke, Deutschland hat sich noch immer nicht von seinem alten, zwar abgemilderten aber dennoch immer wieder aus der Versenkung hervortretenden Kulturkampf befreit. Die Geschichte der christlichen Kirche und aktuelle Ereignisse werden in kleinste Partikel zerteilt und voneinander isoliert, um so aufgearbeitet dann das geschichtlich oder aktuell „Böse“ zu betonen. Zusammenhänge geschichtlicher und aktueller Natur werden missachtet. Aus dem Papst, der die Exkommunikation eines Holocaustleugners aufhebt, wird ein Feind der Juden gemacht oder zumindest einer, der der Judenfeindschaft Tür und Tor öffnet.

    Mit einem Minimum an Wissen wäre eindeutig und klar, dass es gerade dieser Papst war und ist, der – wie kein anderer – auf die anderen monotheistischen Religionen zuging und immer wieder zugeht, und das auch mit Erfolg, wie die auch weithin in deutschen Medien unbekannt gebliebenen positiven Reaktionen in Judentum und Islam auf die Regensburger Rede des Papstes zeigen.

    Das Friedensfördernde hat keinen Marktwert, nur das Unfrieden Stiftende! Dem entgegenzuarbeiten bleibt die Aufgabe Ihrer guten Zeitung.

    Seit Tagen verfolge ich die Diskussion, die nach der Aufhebung der Exkommunikation von vier Bischöfen der Priesterbruderschaft St. Pius in Presse und Rundfunk heftig geführt wird. Es erstaunt mich, wie die Menge der Publikationen dem Papst glaubt sagen zu müssen, wie er sich zu verhalten habe. Vielleicht haben sie nie gelesen, dass ein Titel des Papstes „Pontifex“ heißt. Nun wird er diesem Titel gerecht und beginnt eine Brücke zu der Priesterbruderschaft zu bauen. Ob die Priesterbruderschaft sich an dem Brückenbau beteiligen wird, wird erst die Zeit erweisen. Der Papst setzt ein Zeichen der Liebe, er taktiert nicht, er folgt seinem Gewissen. Ist das ehrenrührig? Für mich ist der Konflikt mit der Priesterbruderschaft ein theologischer, der eigentlich die Menge des Kirchenvolkes wenig interessiert.

    Bischof Williamson hat sich mit seiner Meinung selbst verurteilt. Ich bin überzeugt, dass Papst Benedikt tief betroffen war, als er von den Äußerungen dieses Bischofs gehört hat. Er hat die Hand des Pontifex ausgeschlagen und damit der Kirche insgesamt geschadet. Hätte Williamson diese ergriffen, dann wäre er als Büßer nach Rom gekommen, um den Schaden an der Kirche zu sühnen. Aber er hat es bis heute nicht getan und das zeigt mir, dass ihm persönlich an einer Aussöhnung mit Rom nichts gelegen ist. Das sollten alle, die jetzt glauben, über Papst Benedikt, dessen Einstellung gegenüber den Juden bekannt war, Gericht sitzen zu müssen, bedenken. Ich wünsche Papst Benedikt, weiter seinem Gewissen und nicht der Meinung irgendwelcher Leute zu folgen.

    Es war richtig, die Exkommunikation gegen die Bischöfe der Piusbruderschaft aufzuheben. Die Piusbruderschaft kann jetzt zeigen, wes Geistes Kind sie ist. Die Gläubigen, die dort in die Messe gehen, bekommen nun vor Augen geführt, mit welchem Gedankengut sie sich darüber hinaus einlassen. Aus meiner Erfahrung gehen viele in diese Messe, weil sie sich im alten Ritus zuhause fühlen und nicht, weil sie sich mit den teilweise inakzeptablen Ansichten identifizieren.

    Unter diesem Gesichtspunkt ist es richtig und gut, diese Brücke zu bauen. Des weiteren besteht die Hoffnung, dass die meisten nicht gewusst haben, welche Ansichten von einem der Bischöfe vertreten werden. Für die Piusbruderschaft selbst ist es eine Klärung beziehungsweise Aufarbeitung ihrer Grundlagen im Lichte der Öffentlichkeit, die im Verborgenen einer Randgruppe sicher nicht oder nur schwer erfolgt wäre.

    Dr. Hans G. Blechner, Rechtsanwalt,

    64625 Bensheim-Auerbach

    Peter Roetger, 13595 Berlin

    Franz-Günter Giesen, 52074 Aachen

    Karl Feigel, Pfr. i.