Unsere Zukunft? Der Mensch als Funktion: Dennoch angewiesen auf Erlösung

Im Beitrag „Der Mensch als Funktion“ (DT vom 8. Juni) ist mir der Tenor denn doch etwas zu negativ. Mag die ontologische Weltsicht erschüttert sein, mag der Funktionsgedanke herrschen. Was ändert dies letztlich an den Grundfragen? Wenn dereinst der Mensch aus geklonten Ersatzteilen bestehen sollte, wenn sich das Sein, das Bewusstsein in völlig neuen Formen digitaler Welten abspielen sollte oder es, vielleicht außerhalb unserer Wahrnehmbarkeit, schon tut. Dann wären doch die Grundfragen nach dem Urgrund des Seins nicht aufgehoben. Die klassischen Fragen nach dem, was hinter allem kommt. Dann würde man eben den Leib anders definieren, aber die Seele müsste noch immer Gott einhauchen. Jedenfalls aus der Sicht des Glaubens. Und auf Erlösung wären wir immer noch angewiesen.