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    „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“: Haltlose Anschuldigungen

    Welche üblen Angriffe und Anschuldigungen müssen wir katholische Christen und unsere Kirche noch über uns ergehen lassen, wie es im Leserbrief von R. Nowik (DT vom 18. Februar) geschieht; und das hörte sich so an: Das Dritte Reich habe den Kirchen eine Lektion verpasst, aus der sie nichts gelernt hätten. Sie hätten in dieser Zeit viel unterlassen, und müssten sich beim Gedenken an die Opfer an die Brust schlagen, täten es aber nicht, sympathisierten stattdessen mit Erika Steinbach und Bernd Posselt, „den Anstiftern der Nicht-Versöhnung“.

    Welche üblen Angriffe und Anschuldigungen müssen wir katholische Christen und unsere Kirche noch über uns ergehen lassen, wie es im Leserbrief von R. Nowik (DT vom 18. Februar) geschieht; und das hörte sich so an: Das Dritte Reich habe den Kirchen eine Lektion verpasst, aus der sie nichts gelernt hätten. Sie hätten in dieser Zeit viel unterlassen, und müssten sich beim Gedenken an die Opfer an die Brust schlagen, täten es aber nicht, sympathisierten stattdessen mit Erika Steinbach und Bernd Posselt, „den Anstiftern der Nicht-Versöhnung“.

    Da werde mit einer gewissen Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ das „schöne Wort Versöhnung“ einfach missbraucht. Unerträglich geht es im Leserbrief weiter: „Je katholischer, desto nationalistischer“, und es wird gefragt, ob manche Katholiken ihre Liebe zum Vaterland nicht unbedingt überprüfen müssten.

    Als katholischer Christ, der zu unserer Kirche und zu unserem Vaterland steht, fühle ich mich durch diese Anschuldigungen von Herrn Nowik auch persönlich angegriffen und muss ihm energisch widersprechen!

    Vom katholischen Abgeordneten im Europaparlament zu Straßburg Bernd Posselt, der die christlichen und gerade auch die katholischen Positionen dort seit vielen Jahren überzeugend vertritt, habe ich weder im Interview mit dieser Zeitung (DT vom 13. Februar) noch in anderen Äußerungen ein einziges Wort gehört, das der Aussöhnung etwa mit Polen im Wege gestanden hätte; dasselbe gilt auch für Erika Steinbach.

    Die „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“, die in den Anfängen noch von dem sozialdemokratischen Politiker Peter Glotz mit geplant wurde, wird wahrlich nicht „von negativen Emotionen“ gesteuert. Gottlob sind hier verantwortungsvolle Frauen und Männer mit klarem Kopf am Werk, die über das Leid der vielen Kriege der Aussöhnung zwischen den Völkern dienen wollen.

    Horst Kuklinski, 47803 Krefeld