Schönbohms Werteverfall-Diagnose in den neuen Ländern: Es geht doch nicht um Zwangstaufen

Hocherfreut habe ich den nachrichtlichen Bericht „Streit um die Rolle des Glaubens im Osten“ (DT vom 22. August) über die konstruktiven Aussagen von Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU zu der Notwendigkeit der Rechristianisierung der neuen Bundesländer gelesen – für die alten gilt das allerdings genauso – und mit Entsetzen die Reaktion von Pfarrer Friedrich Schorlemmer, dem Bundesgeschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch und anderen.

Der Linke Bartsch kann sich in einer Sachdiskussion nicht einmal benehmen, indem er in Bezug auf Schönbohm von „Alterssenilität“ spricht, ganz zu schweigen von Bartschs offensichtlich fehlender Fähigkeit, sachliche oder logische Zusammenhänge zu verstehen.

Besonders ärgerlich ist dieses Unvermögen aber, wenn es sich bei dem Theologen Schorlemmer zeigt und er gar versucht, Schönbohm durch einen unsinnigen Vergleich, Stichwort „Zwangstaufen“, ins Unrecht zu setzen.

Statt um solche Dinge geht es bei der notwendigen Rechristianisierung darum, in der öffentlichen Diskussion und vor allem im Schulunterricht über die Realität Gottes zu sprechen und diese mit vernünftigen Argumenten deutlich zu machen. Wer von der Realität Gottes überzeugt ist, wird wahrscheinlich auch dessen Gebote beachten, sodass nach einer mit vernünftigen Gründen und einem unvoreingenommenen Blick auf die Wirklichkeit der Welt erfolgten Rechristianisierung vieler Menschen bei uns eine ethische Wiedergeburt unseres Volkes mit all den moralischen und materiellen Vorteilen folgen wird.

Hoffnung für die CDU gibt es, dass mit Dieter Althaus noch ein wahrer Christ unter den Spitzenpolitikern der CDU ist. Es ist zu hoffen, dass ihm die ungerechtfertigte Kampagne im Blick auf die Wahlen am Sonntag nicht geschadet hat.