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    Religionsunterricht nicht an den Rand drängen: Bitte auf die Schulbücher achten

    Es ist natürlich sehr zu begrüßen, dass der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst darauf dringt, dass der Religionsunterricht nicht an den Rand gedrängt wird (DT vom 17. September). Ebenso wichtig aber ist es, dass unsere Bischöfe auf den Inhalt und die Gestalt des Religionsunterrichtes achten. So ist in unserer Diözese Limburg immer noch ein Lehrbuch für den Religionsunterricht im 5. beziehungsweise 6. Schuljahr in Gebrauch, dessen Verfasser Hubertus Halbfas alles tut, um die Wundertaten Christi im Sinne von Rudolf Bultmann zu entmythologisieren. Dabei bedient er sich zweier Denkfiguren oder Tricks, die auch unseren Theologiestudenten immer wieder im Rahmen der sogenannten historisch-kritischen Exegese zugemutet werden.

    Es ist natürlich sehr zu begrüßen, dass der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst darauf dringt, dass der Religionsunterricht nicht an den Rand gedrängt wird (DT vom 17. September). Ebenso wichtig aber ist es, dass unsere Bischöfe auf den Inhalt und die Gestalt des Religionsunterrichtes achten. So ist in unserer Diözese Limburg immer noch ein Lehrbuch für den Religionsunterricht im 5. beziehungsweise 6. Schuljahr in Gebrauch, dessen Verfasser Hubertus Halbfas alles tut, um die Wundertaten Christi im Sinne von Rudolf Bultmann zu entmythologisieren. Dabei bedient er sich zweier Denkfiguren oder Tricks, die auch unseren Theologiestudenten immer wieder im Rahmen der sogenannten historisch-kritischen Exegese zugemutet werden.

    Einmal heißt es, dass Christus die Naturgesetze nicht außer Kraft setzen wollte. Wenn das zutrifft, ist ein übernatürliches Eingreifen Gottes ohnehin nicht möglich oder geplant und deshalb müssen die Wunder in der heute sattsam bekannten Methode so lange uminterpretiert werden, bis nichts mehr von ihnen bleibt.

    Die zweite, noch subtiler gegen die Einzigartigkeit der Wundertaten Christi gerichtete Denkfigur besteht in dem Hinweis, den wir bei Halbfas finden, dass es auch außerhalb des Christentums in anderen Religionen große Wunderheiler und charismatische Taten gegeben habe. Unter diesen Umständen stellt sich tatsächlich die Frage, ob ein solcher Religionsunterricht überhaupt wünschenswert sei. Und davon ganz abgesehen sollten uns die Religionspädagogen endlich einmal schlüssig erklären, wie es kommt, dass die heutigen Abiturienten weit weniger Glaubenswissen haben als es uns in der Kriegs- und Nachkriegszeit angesichts der damaligen notvollen Schulverhältnisse vermittelt wurde. Und das wollen dann „mündige Christen“ sein!

    Prof. Dr. Walter Hoeres,

    60431 Frankfurt /Main