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    Praxis der Zelebration: Kardinal Müller und Martin Mosebach

    Mit großem Interesse habe ich in der Tagespost vom 3. Juni 2017 das „Streitgespräch“ zwischen Kardinal Müller und Martin Mosebach gelesen. Gegenstand war der beklagenswerte Zustand der heutigen liturgischen Praxis. Interessant fand ich, dass, bei mancher Verschiedenheit, beide doch dazu tendieren, von der Zelebration der Messe „versus populum“, also zum Volke hin, abrücken zu wollen. Wir Priester sollen also wieder zum Altar hin zelebrieren. Mir persönlich sind zwei Priester bekannt, die diesen Schritt in ihren Pfarreien erfolgreich durchgeführt haben. Die Leute hatten sich daran gewöhnt. Beide Pfarrer haben mittlerweile ihre Stellen verloren und mussten in der Folge um den Erhalt ihres Status als Pfarrer kämpfen. Wenn man von römischen Stellen aus eine Reform der Reform betreiben will, reicht es nicht aus, den Priestern eine Zelebration zum Altar hin zu empfehlen. Es müssen dann zunächst einmal Bischöfe ernannt werden, die solche Innovationen mitmachen. Solange Rom seine Priester vor Ort im Regen stehen lässt und dazu noch Bischöfe ernannt werden, die in der Kniebeuge ein „übertriebenes Ängstlichkeitszeichen“ vor Gott sehen, oder Gläubigen gegenüber vom Knien während der Wandlung abraten, mit der Begründung, die „Circumstantes“ hätten bei der Messfeier stehen zu bleiben, obwohl sie selbstverständlich bei der Predigt sitzen können, bedeuten solche Empfehlungen an Priester, wieder zum Altar zu zelebrieren eine unverantwortliche Gefährdung der priesterlichen Existenz.

    Mit großem Interesse habe ich in der Tagespost vom 3. Juni 2017 das „Streitgespräch“ zwischen Kardinal Müller und Martin Mosebach gelesen. Gegenstand war der beklagenswerte Zustand der heutigen liturgischen Praxis. Interessant fand ich, dass, bei mancher Verschiedenheit, beide doch dazu tendieren, von der Zelebration der Messe „versus populum“, also zum Volke hin, abrücken zu wollen. Wir Priester sollen also wieder zum Altar hin zelebrieren. Mir persönlich sind zwei Priester bekannt, die diesen Schritt in ihren Pfarreien erfolgreich durchgeführt haben. Die Leute hatten sich daran gewöhnt. Beide Pfarrer haben mittlerweile ihre Stellen verloren und mussten in der Folge um den Erhalt ihres Status als Pfarrer kämpfen. Wenn man von römischen Stellen aus eine Reform der Reform betreiben will, reicht es nicht aus, den Priestern eine Zelebration zum Altar hin zu empfehlen. Es müssen dann zunächst einmal Bischöfe ernannt werden, die solche Innovationen mitmachen. Solange Rom seine Priester vor Ort im Regen stehen lässt und dazu noch Bischöfe ernannt werden, die in der Kniebeuge ein „übertriebenes Ängstlichkeitszeichen“ vor Gott sehen, oder Gläubigen gegenüber vom Knien während der Wandlung abraten, mit der Begründung, die „Circumstantes“ hätten bei der Messfeier stehen zu bleiben, obwohl sie selbstverständlich bei der Predigt sitzen können, bedeuten solche Empfehlungen an Priester, wieder zum Altar zu zelebrieren eine unverantwortliche Gefährdung der priesterlichen Existenz.

    Dr. Helmut Gehrmann

    7203 Trimmis, Schweiz