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    Präimplantationsdiagnostik und Lebensschutz: Ein Bioethik-Sprecher der Bischöfe wäre gut

    Angesichts der immer mehr um sich greifenden Tötung von ungeborenem Leben (siehe aktuell zum Beispiel die Debatte um die Präimplantationsdiagnostik), sehe ich eine besondere Verantwortung aller Bischöfe, aber darüber hinaus auch aller Christen der Nachkriegszeit, insbesondere im Bezug auf den Schutz des ungeborenen Lebens.

    Angesichts der immer mehr um sich greifenden Tötung von ungeborenem Leben (siehe aktuell zum Beispiel die Debatte um die Präimplantationsdiagnostik), sehe ich eine besondere Verantwortung aller Bischöfe, aber darüber hinaus auch aller Christen der Nachkriegszeit, insbesondere im Bezug auf den Schutz des ungeborenen Lebens.

    Die getöteten, ungeborenen Kinder unserer Zeit werden im Gericht Anklage gegen diese Generation erheben. Jeder erwachsene Mensch wird sich spätestens dann fragen lassen müssen, welche zumutbaren Maßnahmen er gegen diesen größten Genozid menschlichen Lebens ergriffen hat, der durch die laufend zunehmende Tötung künstlich gezeugten Lebens weltweit immer apokalyptischere Dimensionen annimmt.

    Ich bin sicher, dass schon unsere Kinder, spätestens unsere Kindeskinder fragen werden, wie das schon wieder passieren konnte. Mitmenschen in Schlüsselpositionen (Politiker, Richter, Ärzte, Bischöfe, et cetera) müssen sich jetzt ihrer besonderen Verantwortung bewusst werden. Auf jeden Fall wird dann die Entschuldigung: „Ich habe es nicht gewusst!“, nicht akzeptiert werden. Ja, viele werden sich fragen: „Warum habe ich geschwiegen?“

    Noch ist Zeit, daran etwas zu ändern. Für unsere Kirche wäre es meines Erachtens wünschenswert, wenn die Bischofskonferenzen, nach dem Vorbild der Maßnahmen gegen den Missbrauch in Deutschland, einen wortgewaltigen Bischof auswählen, der sich wie zum Beispiel in den USA oder in Spanien mutig, aktiv und engagiert in den jeweiligen Ländern an die Spitze im Kampf gegen die „Kultur des Todes“ stellen würde.

    Andreas Unterwalden, 41564 Kaarst