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    Polen und das Vertriebenenzentrum: BdV sollte sich für eigenes Zentrum einsetzen

    Vertriebener bin ich nicht: Aber die Anliegen der Vertriebenen sind auch meine, weil viele zu meinen Freunden zählen. Und weil alle Menschen Anspruch auf Wahrheit und Gerechtigkeit haben. Vor einigen Jahren sprach ich mit der Frau eines alten Freundes. Sie war mit ihrer Familie als Kind nach dem Ersten Weltkrieg von den Polen aus Ostoberschlesien vertrieben worden. Ihr späterer Mann wurde als sechzehnjähriger Schüler von polnischen Angreifern niedergeschossen. In Gleiwitz bauten sie sich ein kleines Haus – und wurden 1945 mit drei Kindern zum zweiten Mal von den Polen unter schlimmsten Umständen vertrieben. Trotzdem verkünden unsere Parteien in seltener Eintracht, dass nur Deutsche Täter waren, Polen aber immer nur Opfer. Litauer, Weißrussen, Ukrainer und andere, die die polnische Aggression nach dem Ersten Weltkrieg und die darauf folgende brutale Polonisierungspolitik in den eroberten Gebieten erlebt haben, wissen es besser. Ich erinnere mich an die tiefe Bitterkeit, mit der die Frau meines Freundes sagte: „Wann werden wir (die Opfer Polens) endlich Gerechtigkeit erfahren?“ Ich bin deshalb davon überzeugt, dass es keinen Sinn hat, auf ein „Vertriebenenzentrum“ zu setzen, das von Polen und maßgeblichen deutschen Politikern bei der Besetzung der Stiftungsgremien „entschärft“ worden ist. Der BdV solle sich für ein eigenes Zentrum einsetzen, das die ganze geschichtliche Wahrheit (auch die Verbrechen zwischen 1918 und 1939) objektiv darstellt.

    Vertriebener bin ich nicht: Aber die Anliegen der Vertriebenen sind auch meine, weil viele zu meinen Freunden zählen. Und weil alle Menschen Anspruch auf Wahrheit und Gerechtigkeit haben. Vor einigen Jahren sprach ich mit der Frau eines alten Freundes. Sie war mit ihrer Familie als Kind nach dem Ersten Weltkrieg von den Polen aus Ostoberschlesien vertrieben worden. Ihr späterer Mann wurde als sechzehnjähriger Schüler von polnischen Angreifern niedergeschossen. In Gleiwitz bauten sie sich ein kleines Haus – und wurden 1945 mit drei Kindern zum zweiten Mal von den Polen unter schlimmsten Umständen vertrieben. Trotzdem verkünden unsere Parteien in seltener Eintracht, dass nur Deutsche Täter waren, Polen aber immer nur Opfer. Litauer, Weißrussen, Ukrainer und andere, die die polnische Aggression nach dem Ersten Weltkrieg und die darauf folgende brutale Polonisierungspolitik in den eroberten Gebieten erlebt haben, wissen es besser. Ich erinnere mich an die tiefe Bitterkeit, mit der die Frau meines Freundes sagte: „Wann werden wir (die Opfer Polens) endlich Gerechtigkeit erfahren?“ Ich bin deshalb davon überzeugt, dass es keinen Sinn hat, auf ein „Vertriebenenzentrum“ zu setzen, das von Polen und maßgeblichen deutschen Politikern bei der Besetzung der Stiftungsgremien „entschärft“ worden ist. Der BdV solle sich für ein eigenes Zentrum einsetzen, das die ganze geschichtliche Wahrheit (auch die Verbrechen zwischen 1918 und 1939) objektiv darstellt.

    Ich bin sicher, dass viele unserer Mitbürger bereit wären, dafür ihren Beitrag zu leisten, wenn das Anliegen in der richtigen Weise vertreten würde.

    Ludwig Klock, 55450 Langenlonsheim