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    Paul VI. und das „Credo des Volkes Gottes“: Die Kirche ist der Autor: Ein Papst, der seine Brüder stärkte: Die Krise ist längst nicht vorbei

    Großes Kompliment für Guido Horst, dass er in der Tagespost vom 24. Juni das Credo von Papst Paul VI. so deutlich herausstellte. Aber die Überschrift lässt zurückfragen: Maritain „der Autor“? Eben nicht. Subjekt des Credo ist die Kirche, das Gottesvolk. Papst Montini hat den Entwurf des Philosophen offenbar deshalb so weitgehend als Vorlage akzeptiert, weil darin der „sensus fidelium“, der Glaubenssinn aller Getauften, so gut zum Ausdruck kam. Einer kann für alle sprechen, wie Petrus zu Pfingsten, so der Papst im Jahr 1968. Das ist katholisch, das ist Kirche. Sie ist der Autor des Credo.

    Großes Kompliment für Guido Horst, dass er in der Tagespost vom 24. Juni das Credo von Papst Paul VI. so deutlich herausstellte. Aber die Überschrift lässt zurückfragen: Maritain „der Autor“? Eben nicht. Subjekt des Credo ist die Kirche, das Gottesvolk. Papst Montini hat den Entwurf des Philosophen offenbar deshalb so weitgehend als Vorlage akzeptiert, weil darin der „sensus fidelium“, der Glaubenssinn aller Getauften, so gut zum Ausdruck kam. Einer kann für alle sprechen, wie Petrus zu Pfingsten, so der Papst im Jahr 1968. Das ist katholisch, das ist Kirche. Sie ist der Autor des Credo.

    Danke an Guido Horst für seinen Kommentar „Als der Glaube auf der Kippe stand“, der auf die Tragik der Kirche im Epochejahr 1968 hinweist! Auch der Tagespost sei gedankt, dass sie die Antwort Papst Pauls VI. hierauf, „Das Credo des Volkes Gottes“, in voller Länge veröffentlichte (DT vom 24. Juni). Nicht nur die Ansprache Pauls VI. am 7. 12. 1965 zum Abschluss des 2. Vatikanischen Konzils und seine Enzyklika Humanae vitae, sondern auch das „Das Credo des Volkes Gottes“ beweisen, dass dieser Papst zu seiner Zeit „Fels in der Brandung“ war. Auch das von Papst Pius XII. verkündete Dogma der leiblichen Aufnahme der Muttergottes in den Himmel ist in diesem Credo nicht vergessen. Dieses Credo erfüllt voll und ganz das zu Petrus gesprochene Herrenwort: „Stütze und stärke du dereinst deine Brüder.“ (Lk 22,23)

    Ich danke Ihnen, dass Sie an das Credo des Volkes Gottes von Paul VI. erinnert haben. Das scheint mir doch zu wichtig, als dass man es vergessen dürfte. Krisenhaft ist unsere Situation ja bis heute geblieben.

    Dr. Franz Norbert Otterbeck, 47627 Kevelaer

    Günter Herrwerth, 64289 Darmstadt

    Annemarie Lange, 86825 Bad Wörishofen