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    Missbrauchs-Debatte: Den Opfern nahe sein

    Hiermit sage ich der „Die Tagespost“ meinen herzlichen Dank für ihre gute und gründliche Informationen.

    Hiermit sage ich der „Die Tagespost“ meinen herzlichen Dank für ihre gute und gründliche Informationen.

    Durch das Missbrauchs-Geschehen an Eliteschulen der Jesuiten hat die gesamte Kirche einen Imageschaden bekommen. Das wird mir immer mehr bewusst. Empörend sind die Hinweise, dass sich die damalige Ordensgemeinschaft in keiner Weise um die Opfer gekümmert hat. Es gab Briefe von Betroffenen, keiner davon wurde beantwortet. Das ist ungeheuerlich. Ich kann es nicht begreifen. Die damals Zuständigen müssen die Gründe kennen. Sicher war da auch ein Stück Hochmut dabei. Die Folgen davon waren katastrophal.

    Wir brauchen unsere Orden – aber nicht dieses Herr-Sein. Wir brauchen ihr wachsames, treues und auch demütiges Dienen. Mir ist bewusst, dass viele Jesuiten das zeit ihres Lebens getan haben. Aber das, was geschehen ist durch diese Verschworenen der Gemeinschaft empört mich und macht mich traurig.

    Ich möchte mit diesen wenigen Worten vor allem den Opfern sagen, dass unser Gott der Freund der Erniedrigten ist. Ich möchte es ihnen sagen mit meinem Herzen. Seien Sie ganz sicher, Gott ist Ihnen nahe.

    Einer meiner Brüder, der in dieser Art eigentlich selten spricht, sagte mir am Telefon: ein reinigender Feuersturm müsste kommen – und setzte dann leise hinzu: der heilige Geist. Ja, so ist es!

    Gisela Schwarzmüller, 76846 Hauenstein