• aktualisiert:

    Meinungsumfrage sieht Sozialdemokraten bei nur zwanzig Prozent: Siegesgewissheit wäre großer Fehler

    Die zwanzig Prozent Wählerstimmen, auf die es die SPD nach jüngsten Umfragen gerade noch bringt, sind ein Menetekel für die Sozialdemokraten, zumal wenn man sich vor Augen führt, dass die kommunistisch beherrschten Linken gleichzeitig auf elf Prozent kommen. Es wäre jedoch ein grober Fehler, wenn die Parteiführungen von CDU und CSU daraus den Schluss ziehen würden, sie hätten die Bundestagswahlen im September schon so gut wie gewonnen.

    Die zwanzig Prozent Wählerstimmen, auf die es die SPD nach jüngsten Umfragen gerade noch bringt, sind ein Menetekel für die Sozialdemokraten, zumal wenn man sich vor Augen führt, dass die kommunistisch beherrschten Linken gleichzeitig auf elf Prozent kommen. Es wäre jedoch ein grober Fehler, wenn die Parteiführungen von CDU und CSU daraus den Schluss ziehen würden, sie hätten die Bundestagswahlen im September schon so gut wie gewonnen.

    Es ist bemerkenswert, dass nicht nur die SPD, sondern auch die Unionsparteien in der Wählergunst sinken. Mit Ach und Krach bekämen sie zusammen mit der FDP eine Mehrheit im Bundestag, wenn jetzt gewählt würde. Einen der Hauptgründe für das schwache Abschneiden der Unionsparteien macht die „Tagespost“ in der gleichen Ausgabe namhaft, in der sie auch über die neue Forsa-Umfrage berichtet („Die Tagespost“ vom 6. August). Zwei Beiträge von Stephan Baier und von Jürgen Liminski beleuchten die verheerende Entwicklung der Geburtenzahlen in Deutschland, mit der unser Land einen negativen Rekord aufgestellt hat. Wer die Hauptschuld daran trägt, ist leicht auszumachen: die in Berlin seit vielen Jahren Regierenden.

    Nun gibt es viele Mitbürger, auch viele Politiker, die diese Entwicklung kaltlässt, sei es aus Gleichgültigkeit, sei es aus Dummheit. Aber der Kern der bewusst christlich orientierten Wählerschaft hat die Zusammenhänge erkannt und verinnerlicht. Viele von diesen Wählern – und es werden täglich mehr –, stehen vor dem Dilemma, sich erneut eine Entscheidung für die Unionsparteien abzuringen, obwohl sie mit deren Politik unzufrieden sind oder – zumeist erstmals – Wahlenthaltung zu üben, da sie unter den bestehenden Parteien keine Alternative sehen. Auch die Beliebtheit der Kanzlerin wird daran nichts zu ändern vermögen.

    Nur ein Ruck, eine deutliche Korrektur zugunsten der Familie, zugunsten des Lebensschutzes und zu einer konsequenten Umsetzung der ethischen Grundwerte des Christentums könnte bewirken, dass doch so mancher Wähler sich noch einmal dazu durchringt, christlich-demokratisch zu wählen und die schweren Bedenken zurückzustellen, die einem solchen Schritt entgegenstehen.

    Die Erwägung, den treuesten Unionswählern bleibe ja gar nichts anderes übrig als CDU oder CSU zu wählen, hat immer weniger Zugkraft. Man müsste mit Blindheit geschlagen sein, wollte man das nicht sehen.

    Claus Jäger, 88239 Wangen