• aktualisiert:

    Literaturserie in der „Tagespost“ : Das gibt es so sonst nirgendwo: Nachgelesen bei Gertrud Fussenegger

    Vielen Dank für die Literaturserie! Ich lese die Beiträge immer gerne und mit Gewinn. Das macht die Qualität der „Tagespost“ aus: Eben nicht „nur“ über Kirchliches zu berichten, sondern auch Kultur, Geistesleben und Politik aus christ-katholischer Perspektive zu begleiten. Danke dafür. Das gibt es so sonst nirgendwo.

    Vielen Dank für die Literaturserie! Ich lese die Beiträge immer gerne und mit Gewinn. Das macht die Qualität der „Tagespost“ aus: Eben nicht „nur“ über Kirchliches zu berichten, sondern auch Kultur, Geistesleben und Politik aus christ-katholischer Perspektive zu begleiten. Danke dafür. Das gibt es so sonst nirgendwo.

    Wie sehr sich Licht und Schatten in der Person der Schriftstellerin Gertrud Fussenegger ergänzt haben, wurde mir in besonders eindrucksvoller Weise beim Nach-Lesen eines Interviews bewusst. Offenbar ist es nicht allgemein bekannt, dass diese katholische Dichterin zu den wiederverheirateten Geschiedenen gehörte. Da derzeit die Frage brandaktuell ist, ob die Kirche bei der Kommunionspendung an diesen Personenkreis sich in Zukunft „barmherzig“ verhalten solle, möchte ich die betroffene Gertrud Fussenegger zitieren: „Ja, meine zweite Ehe war nur standesamtlich legitimiert; deshalb war mir auch lange das Altarsakrament verweigert. Das hat mich sehr betrübt, und ich habe viele Tränen darüber vergossen. Im Nachhinein aber muss ich sagen, dass ich diese Verweigerung – sie hat immerhin fast achtzehn Jahre gedauert – zu schätzen gelernt habe. Ich habe nämlich ermessen gelernt, wie kostbar das Geheimnis dieser kirchlichen Gabe ist.“ (Ingeborg Schödl, „Alt aber nicht out“, Vlg. St. Gabriel, 1996, S. 142) – Hier findet man kein Aufbegehren gegen die Kirche, keinen Vorwurf, sondern Erkenntnis und Demut.

    Barbara Fuchs, 86161 Augsburg