Koraninterpretation : Es gibt keine verbindliche letztgültige Auslegung

In der DT vom 22. November zitierte Scheich Abdullah Al-Mutlaq den Koran: „Wer einen Menschen tötet, hat alle getötet – wer einen Menschen rettet – hat alle gerettet “ – Sure (5) Vers (32). Leider distanzierte er sich dann nicht vom gleich nächsten Koranvers, in dem es heißt: „Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen... soll der sein, dass sie getötet oder gekreuzigt... oder aus dem Land vertrieben werden.“ Al-Mutlaq beklagte sich vielmehr, dass der Koran von Perversen falsch interpretiert wird. Bei der Koraninterpretation liegt das Problem darin, dass es im Islam keine hierarchische Spitze gibt, die ihn für alle Muslime letztgültig auslegt. Und so interpretieren die religiösen Führer der IS-Terroristen den Koran auf ihre Art. Um ihre Ziele zu erreichen, brauchen sie den jungen Muslimen immer nur einhämmern, dass die brutalen Suren von Mohamed selbst stammen und daher ohne Wenn und Aber befolgt werden müssen.