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    Kirchenaustrittszahlen auf Rekordniveau : Viele ungenutzte Chancen

    Die DT vom 21. Juli ist besonders interessant. „Die Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands“, der Leitartikel „Zahlen, die alarmieren“, „Bedauern und Selbstkritik“ und der Leserbrief „Über mögliche Gründe nachdenken“. Nach 20 Jahren ehrenamtlicher Arbeit in verschiedenen Gremien meines Bistums wundert mich die jetzige Situation nicht! Es gab so viele Möglichkeiten, nach dem Satz „Sorgen und Nöte der Menschen sind auch Sorgen und Nöte der Kirche“ aktiv zu werden; diese wurden leider nicht genutzt.

    Die DT vom 21. Juli ist besonders interessant. „Die Eckdaten des Kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands“, der Leitartikel „Zahlen, die alarmieren“, „Bedauern und Selbstkritik“ und der Leserbrief „Über mögliche Gründe nachdenken“. Nach 20 Jahren ehrenamtlicher Arbeit in verschiedenen Gremien meines Bistums wundert mich die jetzige Situation nicht! Es gab so viele Möglichkeiten, nach dem Satz „Sorgen und Nöte der Menschen sind auch Sorgen und Nöte der Kirche“ aktiv zu werden; diese wurden leider nicht genutzt.

    Der Bamberger Bischof Schick sagte, er hoffe, dass der „Franziskus-Effekt“ zu einer Trendwende führen werde. Ja wie denn, wenn leider nur viel zu wenig Menschen über die „Tagespost“ ehrlich informiert werden, was unser großartiger, tapferer Papst Franziskus für die Erneuerung der Kirche vorschlägt? In der Kirchenzeitung lese ich nur wenige Sätze davon, in der Katechese ist davon nichts zu hören. Die allgemeinen Medien berichten nur kurz und oft unsachgemäß. Nach meiner Meinung und Erfahrung darf man die jetzige traurige Situation nicht unbedingt auf die schrecklichen Missbrauchsfälle, das Dilemma in Bistum Limburg und das „Kirchensteuer-Missverständnis“ zurückführen. Unsere Amtskirche hat in weiten Teilen an hierarchischen Strukturen festgehalten. Das wollten viele Menschen nicht mehr mitmachen! Junge, aktive Christen sind heute nicht mehr die braven „Ja-Sager“ wie in alten Zeiten. Herr Herzog hat in seinem Leserbrief „Über mögliche Gründe nachdenken“ viele „wunde“ Punkte angesprochen. Herr Reder hat in seinem Leitartikel „Zahlen, die alarmieren“ alles klar ausgedrückt. Vielen Dank der „Tagespost“. So weiß ich zu meinem Trost und mit einer Portion Hoffnung, dass ich mit meiner Glaubens- und Lebenseinstellung nicht allein bin.

    Marianne Beetz, 96332 Pressig/Rothenkirchen