Islam-Tagung in Wien, interreligiöse Familien-Konferenz im Vatikan : Themen, die man anderswo nicht findet

Die Redaktion der „Tagespost“ richtet ihren Blick immer wieder auf Geschehnisse, die oft von anderen Medien nicht gebührend berücksichtigt werden. Mein Auge fiel in der Ausgabe vom Samstag (DT vom 22. November) auf zwei sehr verschiedene, aber gleichermaßen bemerkenswerte Beiträge:

Was Stephan Baier über Äußerungen muslimischer Würdenträger – angefangen von Faisal bin Muammar aus Saudi-Arabien bis Scheich Abdullah bin Bayyah bezüglich deren Einstellung zum Dschihad festhielt, ist sehr aktuell und müsste weltweit zur Sprache kommen. Berechtigt die beschriebene Konferenz einer von Saudi-Arabien, Österreich und Spanien gegründeten Organisation zu der verhaltenen Hoffnung, dass auch unter gebildeten Muslimen die dringend gebotene Auseinandersetzung mit den abstrusen Ideen der Kämpfe für den „Islamischen Staat“ allmählich beginnt? Dass bei der Konferenz auch Vertreter der Drusen, Jesiden und Chaldäer das Wort ergriffen, ist Zeichen dafür, dass es sich bei der Konferenz um ein Treffen muslimischer und christlicher Autoritäten handelte.

Auch der Bericht über das dreitägige interreligiöse Kolloquium über Ehe und Familie von Guido Horst brachte wichtige Impulse für die weitere Diskussion.