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    „Humanae vitae“ und die „Königsteiner Erklärung“: Aus dem Dampflokzeitalter

    Zum Leserbrief „Das Ideal leben, das schaffen nicht alle“ (DT vom 16. Dezember): „Günstige Lebensumstände“, „dauernde Wohngemeinschaft“, „uhrengenauer Zyklus der Frau“, „geringer Triebdruck“, „unregelmäßiger Regelzyklus“, „Wochenendehe“, „triebstarke Paare in Abhängigkeit der Körpertemperatur der Ehefrau“. Halt! Da fehlt noch etwas in der Liste der längst überholten Erkenntnisse. Genau. Knaus-Ogino! von 1928, antiquiert, nostalgisch, Dampflokzeitalter. Die moderne Medizin des 21. Jahrhunderts lehrt die Natürliche Empfängnisregelung (NER) nach Rötzer, die längst Einzug in die medizinische Fachliteratur gehalten und deren Methodik auch Mutter Teresa bei ihrer Arbeit verwendet hat: natural family planning is nothing more than self-control out of love for each other.

    Zum Leserbrief „Das Ideal leben, das schaffen nicht alle“ (DT vom 16. Dezember): „Günstige Lebensumstände“, „dauernde Wohngemeinschaft“, „uhrengenauer Zyklus der Frau“, „geringer Triebdruck“, „unregelmäßiger Regelzyklus“, „Wochenendehe“, „triebstarke Paare in Abhängigkeit der Körpertemperatur der Ehefrau“. Halt! Da fehlt noch etwas in der Liste der längst überholten Erkenntnisse. Genau. Knaus-Ogino! von 1928, antiquiert, nostalgisch, Dampflokzeitalter. Die moderne Medizin des 21. Jahrhunderts lehrt die Natürliche Empfängnisregelung (NER) nach Rötzer, die längst Einzug in die medizinische Fachliteratur gehalten und deren Methodik auch Mutter Teresa bei ihrer Arbeit verwendet hat: natural family planning is nothing more than self-control out of love for each other.

    Und so verwundert es nicht, dass die Natürliche Empfängnisregelung der Riesenstachel im Fleisch der Königsteiner Erklärung ist, entspricht sie doch dem Ideal von Humanae Vitae.

    Ausgerechnet die Österreicher machen es uns mal wieder vor: Kardinal Schönborn stellte vor kurzem das österreichische Pendant zur Königsteiner Erklärung der Deutschen, nämlich die Mariatroster Erklärung, zur Disposition. Dieses ist umso bemerkenswerter, weil er damit das glorifizierte Denkmal seines Vorvorgängers vom Sockel stößt. Chapeau, Eminenz!

    „Das Ideal leben, das schaffen nicht alle“. Die 10 Gebote leben schaffen wir auch nicht immer, aber wir müssen uns dennoch daran messen. Wenn Bischöfe zulassen, dass sich das Gewissen nicht mehr an der Lehre der katholischen Kirche orientiert, sondern an der individuellen Beliebigkeit, braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Kirchenvolk in den letzten vierzig Jahren das orientierungslose Schiff in großen Scharen verlassen hat.

    Dr. med. Walter Wehler, 51147 Köln