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    Grundsätze pastoraler Verkündigung: Früher galt: Das Heil der Seelen ist das höchste Gut

    In seiner Stellungnahme zu Amoris laetitia verteidigt Kardinal Marc Quellet den „Mut und die Bravour des Papstes, viel diskutierte Fragen neu anzugehen“ (DT vom 25. November). Drei Begriffe markieren die pastorale Wende des Papstes, und zwar „begleiten, unterscheiden, integrieren“. Was fehlt ist der Begriff „missionieren“ – die unverfälschte Lehre Christi klar verkünden, was jedoch entscheidende Grundlage jeder Pastoral sein muss.

    In seiner Stellungnahme zu Amoris laetitia verteidigt Kardinal Marc Quellet den „Mut und die Bravour des Papstes, viel diskutierte Fragen neu anzugehen“ (DT vom 25. November). Drei Begriffe markieren die pastorale Wende des Papstes, und zwar „begleiten, unterscheiden, integrieren“. Was fehlt ist der Begriff „missionieren“ – die unverfälschte Lehre Christi klar verkünden, was jedoch entscheidende Grundlage jeder Pastoral sein muss.

    Wäre hier in den letzten fünfzig Jahren nicht so viel vernachlässigt und verfälscht worden, hätten wir nicht die unglücklichen Verhältnisse auf dem Gebiet der Familie. Wir werden seit über fünfzig Jahren überfüttert mit „Leckerli“ aus der Novitätenküche zeitgeistbestimmter katholischer Hochschulen, Priesterseminare und Verbände, die vor allem irdische Belange im Visier haben.

    Früher galt, das Heil der Seelen ist das höchste Gut! Aber was wir heute erleben ist ja, was der Apostel Paulus in seinem Brief an Timotheus bereits vorhersagte: „Es kommen Zeiten, da man die gesunde Lehre nicht mehr erträgt... von der Wahrheit aber wird man das Ohr abwenden und sich Fabeleien zuwenden. Du aber verkünde das Evangelium gelegen oder ungelegen.“ Letzteres muss auch der Papst mit seinem Mitarbeitern tun im Vatikan und überall auf der Welt. Sonst zerstört die Kirche sich selber.

    Sigrid Sels,

    41468 Neuss