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    Gemeindefusion: Erfahrungen aus Thüringen und der Schweiz: Gemeinsam neue Wege gefunden

    Mit Spannung und Freude erwarte ich jede Ausgabe der Tagespost. Auf diesem Weg möchte ich Ihnen für Ihre gut recherchierten und anspruchsvollen Berichte danken. Einige Worte zu einem Leser aus der Ausgabe vom 9. September von Herrn Windeln: Als Pfarrgemeinderatsvorsitzender einer kleinen thüringer Gemeinde habe ich die Zusammenlegung von drei Gemeinden zu einem Pfarreiverbund mit einem neuen Pfarrer „durchziehen“ müssen. Bei Tagungen mit unserem Bischof wurde die Notwendigkeit erläutert und an die Mitarbeit der Gemeinden appelliert. Natürlich entstandene Konflikte mussten wir ausleben und lösen. Rückblickend kann ich sagen, dass wir neue Wege in der Gemeindepastoral gefunden haben. Die entstandene Situation haben wir nicht unserem Bischof und seinen Beratern angelastet. Ich halte mich nun schon längerer Zeit im schweizerischen Rheintal auf und erlebe hier wieder einen Pfarreiverbund (Seelsorgeeinheit). Aus Gesprächen weiß ich, dass die Gläubigen hier die Situation als Chance begreifen, neue Wege zu gehen.

    Mit Spannung und Freude erwarte ich jede Ausgabe der Tagespost. Auf diesem Weg möchte ich Ihnen für Ihre gut recherchierten und anspruchsvollen Berichte danken. Einige Worte zu einem Leser aus der Ausgabe vom 9. September von Herrn Windeln: Als Pfarrgemeinderatsvorsitzender einer kleinen thüringer Gemeinde habe ich die Zusammenlegung von drei Gemeinden zu einem Pfarreiverbund mit einem neuen Pfarrer „durchziehen“ müssen. Bei Tagungen mit unserem Bischof wurde die Notwendigkeit erläutert und an die Mitarbeit der Gemeinden appelliert. Natürlich entstandene Konflikte mussten wir ausleben und lösen. Rückblickend kann ich sagen, dass wir neue Wege in der Gemeindepastoral gefunden haben. Die entstandene Situation haben wir nicht unserem Bischof und seinen Beratern angelastet. Ich halte mich nun schon längerer Zeit im schweizerischen Rheintal auf und erlebe hier wieder einen Pfarreiverbund (Seelsorgeeinheit). Aus Gesprächen weiß ich, dass die Gläubigen hier die Situation als Chance begreifen, neue Wege zu gehen.

    Mir stellen sich angesichts des Leserbriefes einige Fragen: Was ist das für eine Kirche, wo jeder demokratisch mitreden will, gehört werden will, und bei Nichtbeachtung mit Folgen wie Kirchenaustritt und sinkenden Gottesdienstbesucherzahlen droht? Sind unser Papst und unsere Bischöfe nicht Verkünder und Hüter unseres Glaubensgutes und leider auch „Chef von Betrieben mit Personal mit Einnahmen/Ausgaben“?

    Abschließend möchte ich die Worte meiner Mutter erwähnen, mit denen sie auch mein Kirchenverständnis mitprägte: „Du gehst doch nicht wegen deinem Banknachbarn oder Pfarrer in die Kirche. Du gehst doch wegen dem Herrgott und der Eucharistie!“ Oder nicht?

    Mathias Völlmer, 9470 Buchs/SG, Schweiz