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    Erika Steinbach: Von Emotionen gesteuert?: Schlimmer Anfängerfehler

    Es ist mir völlig unverständlich, was manche Katholiken in Deutschland denken und tun, was ich in den letzten Wochen zum Casus Steinbach in Ihrer Zeitung gelesen habe. Die vom Dritten Reich verpasste Lektion hat offensichtlich nicht geholfen. Nichts gelernt! Obwohl die Kirchen in dieser Zeit so viel unterlassen haben und heute noch beim Gedenken der Opfer sich an die Brust schlagen müssten. Nein, sie tun es nicht. Dafür sympathisieren sie lieber mit Erika Steinbach oder Bernd Posselt (Interview DT vom 13. Februar), den Anstiftern der Nichtversöhnung. Wie kann sich die katholische Intelligenz so täuschen lassen, dass eine gewisse Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ ein positives Programm hat, wo alles nur von negativen Emotionen gesteuert wird, wo das schöne Wort „Versöhnung“ einfach missbraucht wird. Muss es immer heißen, je katholischer, desto nationalistischer, geht es wirklich nicht anders als in solcher Verbindung? Das gilt für manche Katholiken sowohl in Deutschland als auch in Polen. Müssen sie ihre Liebe zum Vaterland nicht unbedingt überprüfen?

    Es ist mir völlig unverständlich, was manche Katholiken in Deutschland denken und tun, was ich in den letzten Wochen zum Casus Steinbach in Ihrer Zeitung gelesen habe. Die vom Dritten Reich verpasste Lektion hat offensichtlich nicht geholfen. Nichts gelernt! Obwohl die Kirchen in dieser Zeit so viel unterlassen haben und heute noch beim Gedenken der Opfer sich an die Brust schlagen müssten. Nein, sie tun es nicht. Dafür sympathisieren sie lieber mit Erika Steinbach oder Bernd Posselt (Interview DT vom 13. Februar), den Anstiftern der Nichtversöhnung. Wie kann sich die katholische Intelligenz so täuschen lassen, dass eine gewisse Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ ein positives Programm hat, wo alles nur von negativen Emotionen gesteuert wird, wo das schöne Wort „Versöhnung“ einfach missbraucht wird. Muss es immer heißen, je katholischer, desto nationalistischer, geht es wirklich nicht anders als in solcher Verbindung? Das gilt für manche Katholiken sowohl in Deutschland als auch in Polen. Müssen sie ihre Liebe zum Vaterland nicht unbedingt überprüfen?

    Erika Steinbach hat zwar keinen Sitz bei der Stiftung, aber ihre Stimme multipliziert sich jetzt nicht nur wie früher mit drei, sondern mit sechs, ein klarer Sieg also. Es bleibt nur zu hoffen, dass die kirchlichen Stimmen in diesem Gremium auch nicht verstummen. Für meine Begriffe müssen die Christen versuchen, solche Spannungen zu entladen und nicht weiter zu erhitzen, egal in welchem Land sie leben.

    Ansonsten schätze ich die Nachrichten der „Tagespost“, was meine über 20-jährige Lesertreue beweisen kann.

    Ich möchte mich für das Interview mit dem CSU-Europaabgeordneten Bernd Posselt (DT vom 13. Februar) bedanken. Ich teile Posselts Einschätzung vollumfänglich und bin mit vielen wirklich entsetzt über einen solchen Anfängerfehler des deutschen Außenministers Westerwelle (FDP). Man kann nur hoffen, dass er schnell dazulernt.

    Richard Nowik, 85221 Dachau

    Konrad Baum, 35398 Gießen