Die Linkspartei als politische Herausforderung: Überzeugung zählt, nicht Taktik

Als überzeugte Demokratin (ödp), ärgere ich mich über Artikel in der Tagespost, wie den von Herrn Seibel: „Frau Merkels Krokodilstränen“ am 31. Januar, in dem schon wieder Ratschläge gegeben werden, wie diese abgewirtschaftete CDU als „das kleinere Übel“ doch wählbar werden könnte. Ich denke, dass der Siegeszug der Linken vor allem zu Lasten der SPD anhalten wird. Weil aber niemand mit ihr koalieren kann/will, ist eine linke Mehrheit kaum zu befürchten. Deshalb sollten die Wähler lieber aus Überzeugung, nicht aus taktischen Überlegungen heraus wählen.

Unverständlich bleiben mir auch die in dem Beitrag von Herrn Drews „Mit dem Teufel den Belzebub austreiben“ (gleiche Ausgabe der Tagespost) gegen die SPD vorgebrachten Kritikpunkte:

Umverteilung und Erhalt des Reformstaus. Mag ja sein, dass die Eigendynamik der Globalisierung unseren Sozialstaat noch ganz anders in die Knie zwingen wird, aber dann sollte Frau Merkel doch bei der Wahrheit bleiben und den „Reformgeschädigten“ nicht mit der Fata morgana eines dort ankommenden Aufschwungs Sand in die Augen streuen. Sie sollte stattdessen klar sagen, dass sie die Umverteilung von unten nach oben und die Aushöhlung der Familie weiter vorantreiben wird, um die Wirtschaft zu stützen.