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    „Die Grünen“ bestehen seit dreißig Jahren: Kein Grund, zu gratulieren

    Die Grünen haben leider die Umweltbewegung verraten, weshalb es mir unmöglich ist, denen zu ihrem 30. Geburtstag zu gratulieren. Sie haben alles getan, um konservative Wähler zu verprellen, wodurch sie kaum in die CDU-Wählerschaft einbrachen und damit zu den Hauptförderern der „schwarz- liberalen“ Umweltignoranz wurden.

    Die Grünen haben leider die Umweltbewegung verraten, weshalb es mir unmöglich ist, denen zu ihrem 30. Geburtstag zu gratulieren. Sie haben alles getan, um konservative Wähler zu verprellen, wodurch sie kaum in die CDU-Wählerschaft einbrachen und damit zu den Hauptförderern der „schwarz- liberalen“ Umweltignoranz wurden.

    Aber auch in ihren Kernkompetenzen haben die Grünen versagt: Sie ignorieren fortschrittliche Technik, wie das Kryo-Recycling für Kunststoffe und Elektroschrott. Unter Rot-Grün gab es mit Mora C einen massiven Abbau der Güterbahn. Güter auf die Bahn wollen die Grünen anscheinend nicht, obwohl diese mit der SPD in Koalition waren, die ebenfalls auf Parteipapieren pro Bahn eingestellt war.

    Was die Grünen als Atomausstieg verkaufen ist eine Laufzeitgarantie, die jederzeit unbefristet verlängert werden kann, wenn die Grünen nicht mitregieren. Die Grünen haben zu Schröders Regierungszeit ihre Hand nicht hochbekommen, als eine Gegenstimme mehr bei der EU die Gentechnik am Acker weiterhin verhindert hätte. Es ist verlogen, wenn die jetzt auf den Demos gegen Gentechnik auftreten.

    Voraussetzung für jede Koalition müssen Maßnahmen sein, die unter anderem die legale Korruption abschaffen, zum Beispiel dass Parteien von Firmen und Verbänden Spenden annehmen können. Das soll nur in begrenzter Höhe natürlichen Personen erlaubt sein und die Umsetzung so einer Regelung sollte Voraussetzung jeder Koalition sein. Die Grünen schwimmen voll im politischen „Mainstream“, was man sehr gut beim Vertrag von Lissabon sehen konnte. Keine der Klagen, die bedenkliche Inhalte des Vertrages von Lissabon abgemildert haben, kam von den Grünen, während die wesentlich kleinere Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) mit drei Klagen in Karlsruhe vertreten war.

    Die Grünen fordern im Programm immer noch die ersatzlose Streichung des Paragraphen 218. Damit nehmen die Grünen dem ungeborenen Menschen den Restschutz, den eine gute Beratung noch bieten kann, um andere Wege als die Tötung durch Abtreibung zu finden. Die Forderung nach Abtreibungsfreiheit ist mit dem grünen Grundsatz der „Gewaltfreiheit“ unvereinbar, da jede Abtreibung tödliche Gewalt gegen das ungeborene Leben ist. Für mich als sehr engagierter christlicher Umweltschützer sind daher die Grünen weiterhin unwählbar (Ausnahme: Kommunalwahlen).

    Ich höre immer wieder, dass keine andere Partei so weit wie die Grünen geht. Nein, das hier geschilderte zeigt deutlich, dass die Grünen viel zu schnell ihre Ideale verraten und dass es andere Parteien und Gruppen gibt, die diese Ziele konsequenter vertreten.

    Felix Staratschek, 42477 Radevormwald