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    Die Glosse „Die Wahl der Qual“ und die Wirtschaftskrise: Die Politik soll Mut zur Wahrheit finden

    Mit Interesse habe ich in den letzten Wochen die sachkundigen Kommentare Ihrer Autoren zum Thema „Finanz- und Weltwirtschaftskrise“ gelesen und sie in großen Teilen als wertvolle Analysehilfe betrachtet. Immer wieder spielte da das Wort „Vertrauen“ eine herausragende Rolle. Auch wenn ich den glossierten Text von Stefan Rehder „Die Wahl der Qual“ (DT vom 27. Dezember) – so meine ich, richtig einzuordnen weiß, – verwundert mich umso mehr die inhaltliche Seite. Von Vertrauensbildung keine Spur!

    Mit Interesse habe ich in den letzten Wochen die sachkundigen Kommentare Ihrer Autoren zum Thema „Finanz- und Weltwirtschaftskrise“ gelesen und sie in großen Teilen als wertvolle Analysehilfe betrachtet. Immer wieder spielte da das Wort „Vertrauen“ eine herausragende Rolle. Auch wenn ich den glossierten Text von Stefan Rehder „Die Wahl der Qual“ (DT vom 27. Dezember) – so meine ich, richtig einzuordnen weiß, – verwundert mich umso mehr die inhaltliche Seite. Von Vertrauensbildung keine Spur!

    Wer bereits jetzt davon spricht – wenn auch glossiert – dass sich die Menschen darauf einzustellen haben, dass ihnen neun Monate das Blaue vom Himmel vorgelogen und erzählt wird, wie man uns retten will, hat für mich bereits heute den Anspruch auf eine Bewertung „seriös“ verloren! Auch glossierte Formulierungen werden nicht dadurch besser, dass man sie ständig wiederholt! Und „Vertrauen“ wird durch solch unterschwellige „Einwürfe“ auch nicht gestärkt oder wieder aufgebaut. Hoffen wir, dass die Politik den Mut zur Wahrheit findet und – dann sollten die Fakten bewertet werden – die Menschen sie entsprechend bestätigen oder verneinen. Vielleicht kann es ja Ziel werden, im neuen Jahr Aussagen auf Wahrhaftigkeit zu prüfen und den Leserinnen und Lesern – ohne vorausgehende Kommentierung – zur Entscheidungshilfe vorzulegen.

    Günter Brummundt, 32439 Minden