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    Der Schriftsteller Hermann Hesse und sein Einfluss auf die Gesellschaft: Er war ein Seelen-in-die-Irre-Führer

    Ich reibe mir verwundert die Augen: Hesse, ein Seelenführer? (DT vom 3. Januar) Wenn er eines nicht war, dann dies. Treffender lässt er sich meines Erachtens als Seelen-in-die-Irre-Führer bezeichnen. Der Autor Ihres Artikels bringt die Quintessenz Hesses selbst auf den Punkt: „Folge niemand!“ (Am Rande sei hier vermerkt, dass es auch nicht einleuchtet, warum ich ausgerechnet mir selbst treu sein, also mir folgen sollte, wenn ich schon niemand folgen soll). Folge niemand! Mit diesem Aufruf, mit dieser letztlich auf Stolz und Überheblichkeit zurückzuführenden Gebärde hat Hesse viel Unheil angerichtet. Und er setzte sich damit in eklatanten Widerspruch zum Stifter der christlichen Religion. „Folge mir nach!“, ruft Jesus Christus uns zu, doch Hesse fällt ihm ins Wort und maßt sich an, ihn zu korrigieren. Wie viele junge Leute haben sich die Hesse-Devise „Folge niemand!“ zu eigen gemacht. Sein Erfolg in der Hippie-Zeit spricht Bände. Seine Verweigerung bemäntelt Hesse mit einer angeblich umfassenderen Spiritualität, gerade so, als sei das Christentum nicht umfassend. Letztlich hat Hesse vielen Egomanen Vorschub geleistet und einer grundsätzlich antiautoritären Haltung den Boden bereitet. Dem Wort Jesu, „Wer Euch hört, hört mich“ hätte Hesse sein „Höre auf dich selbst“ entgegengesetzt. Bis zur Selbstsucht ist es nicht weit.

    Ich reibe mir verwundert die Augen: Hesse, ein Seelenführer? (DT vom 3. Januar) Wenn er eines nicht war, dann dies. Treffender lässt er sich meines Erachtens als Seelen-in-die-Irre-Führer bezeichnen. Der Autor Ihres Artikels bringt die Quintessenz Hesses selbst auf den Punkt: „Folge niemand!“ (Am Rande sei hier vermerkt, dass es auch nicht einleuchtet, warum ich ausgerechnet mir selbst treu sein, also mir folgen sollte, wenn ich schon niemand folgen soll). Folge niemand! Mit diesem Aufruf, mit dieser letztlich auf Stolz und Überheblichkeit zurückzuführenden Gebärde hat Hesse viel Unheil angerichtet. Und er setzte sich damit in eklatanten Widerspruch zum Stifter der christlichen Religion. „Folge mir nach!“, ruft Jesus Christus uns zu, doch Hesse fällt ihm ins Wort und maßt sich an, ihn zu korrigieren. Wie viele junge Leute haben sich die Hesse-Devise „Folge niemand!“ zu eigen gemacht. Sein Erfolg in der Hippie-Zeit spricht Bände. Seine Verweigerung bemäntelt Hesse mit einer angeblich umfassenderen Spiritualität, gerade so, als sei das Christentum nicht umfassend. Letztlich hat Hesse vielen Egomanen Vorschub geleistet und einer grundsätzlich antiautoritären Haltung den Boden bereitet. Dem Wort Jesu, „Wer Euch hört, hört mich“ hätte Hesse sein „Höre auf dich selbst“ entgegengesetzt. Bis zur Selbstsucht ist es nicht weit.

    Mit dieser Ablehnung des Absolutheitsanspruches des Christentums beziehungsweise seines Stifters versperrte sich Hesse den Zugang zu dessen Licht. So wundert es in diesem Zusammenhang nicht und scheint vielmehr bezeichnend, dass er ein Gedicht schrieb, das so beginnt: „Seltsam im Nebel zu wandern...“

    Paul Baldauf, 67346 Speyer