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    Braucht die CDU einen katholischen Initiativkreis?: Freies Wirken ist effektiver

    Als CDU-Mitglied und ehemals aktive Kommunalpolitikerin in meiner Heimatstadt habe ich mich stets bemüht, unter anderem die „Lehrmäßige Note zu einigen Fragen über den Einsatz und das Verhalten der Katholiken im politischen Leben“ der Kongregation für die Glaubenslehre in meine Arbeit einfließen zu lassen. Den Vorschlag von Martin Lohmann, einen katholischen Initiativkreis in der CDU zu gründen (DT vom 30. Juni) habe ich mit Interesse gelesen, zumal ich selbst während meiner Arbeit immer das Gefühl hatte, es bräuchte ganz logisch einen solchen Kreis, wenn es auch einen EAK gibt. Und ich bin sicher, dass ich nicht der einzige Katholik in der CDU bin, der darüber nachgedacht hat.

    Als CDU-Mitglied und ehemals aktive Kommunalpolitikerin in meiner Heimatstadt habe ich mich stets bemüht, unter anderem die „Lehrmäßige Note zu einigen Fragen über den Einsatz und das Verhalten der Katholiken im politischen Leben“ der Kongregation für die Glaubenslehre in meine Arbeit einfließen zu lassen. Den Vorschlag von Martin Lohmann, einen katholischen Initiativkreis in der CDU zu gründen (DT vom 30. Juni) habe ich mit Interesse gelesen, zumal ich selbst während meiner Arbeit immer das Gefühl hatte, es bräuchte ganz logisch einen solchen Kreis, wenn es auch einen EAK gibt. Und ich bin sicher, dass ich nicht der einzige Katholik in der CDU bin, der darüber nachgedacht hat.

    Doch gebe ich an dieser Stelle zu bedenken, dass es in der CDU Katholiken gibt, die dem ZDK oder Vereinigungen wie „Wir sind Kirche“ und auch „Donum Vitae“ näher stehen als Rom. Als Beispiele seien hier vor allem Frau Schavan, die mit der Bundesvorsitzenden Merkel auf dem Parteitag den fatalen Beschluss zur Stammzellforschung durchgedrückt hat, und der (bisherige) Kandidat für den Vorsitz des ZDK, Heinz-Wilhelm Brockmann genannt. Und eben diese Strömungen würden sich auch in einem katholischen Arbeitskreis wiederfinden. Wie soll ein katholischer Initiativkreis diese unterschiedlichen Strömungen denn bündeln, die gar nicht zu bündeln sind? Nach meiner Auffassung eine unlösbare Aufgabe.

    Wir sollten innerhalb der CDU die auf dem Lehramt basierenden katholischen Grundsätze vertreten – und das klar und eindeutig. Doch halte ich ein freies Wirken für effektiver als die Gründung eines Arbeitskreises. Lohmanns Vorschlag könnte aber allemal unter den Katholiken in der CDU eine Diskussion darüber bewirken, wie wir uns in der CDU verhalten sollten, um die Interessen unserer Stammwählerschaft effektiv zu vertreten und so für diese eine wählbare Partei zu bleiben oder wieder zu werden. Und das führt dann hoffentlich dazu, dass wir quasi als „Osmose“ durch die Partei hindurch wirken.

    Susanne Bajog, Dipl.-Bw.,

    44575 Castrop-Rauxel