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    Bischof Walter Mixa kritisiert die Familienpolitik: Schöngefärbte Narreteien

    Zur Meldung „Bischof Mixa: Beleidigung der Familien“ in „Die Tagespost“ vom 16. Oktober: Bischof Mixa hat wie auch das Familiennetzwerk und weitere Familienverbände auf die ungerechte und unzureichende Unterstützung von Familien hingewiesen. Selbst mit den verbesserten Leistungen ab Januar 2009 kommt man nicht an die verfassungsrechtlich gebotene Pflicht heran. Das ganze jahrelange Hin und Her in der Familienpolitik, hier ein Häppchen, dort ein Häppchen, in die linke Tasche hinein, aus der rechten wieder heraus, ist Gängelung, Missachtung und Diskriminierung jeglicher Leistung, die eine Familie dem Staat und der Gesellschaft bringt.

    Zur Meldung „Bischof Mixa: Beleidigung der Familien“ in „Die Tagespost“ vom 16. Oktober: Bischof Mixa hat wie auch das Familiennetzwerk und weitere Familienverbände auf die ungerechte und unzureichende Unterstützung von Familien hingewiesen. Selbst mit den verbesserten Leistungen ab Januar 2009 kommt man nicht an die verfassungsrechtlich gebotene Pflicht heran. Das ganze jahrelange Hin und Her in der Familienpolitik, hier ein Häppchen, dort ein Häppchen, in die linke Tasche hinein, aus der rechten wieder heraus, ist Gängelung, Missachtung und Diskriminierung jeglicher Leistung, die eine Familie dem Staat und der Gesellschaft bringt.

    Was seit der Diskussion um Eltern- und Betreuungsgeld aus berufenem und unberufenem Munde an Unterstellungen und Verunglimpfungen kam, war allzu oft Diskriminierung pur. Man musste sich fragen ob das Antidiskriminierungsgesetz nur für die Exoten unserer Gesellschaft gemacht wurde? Statt sich zum Anwalt von Familien zu machen, machte man sich zum Anwalt von Minderheiten und der Wirtschaft. Es wird Zeit, dass es zur natürlichsten Sache der Welt wird, dass Familienarbeit, Erziehung und Betreuung die Wertschätzung erhält, die ihr ideell und finanziell zusteht. Es ist keine minderwertige Arbeit und die Pflege familiärer Beziehungen ist letztlich kein Luxus. Sie ist ein Kulturgut und eine (Über)-Lebensnotwendigkeit für Gesellschaft und Staat. Jede klischeehafte Verunglimpfung gehört verboten.

    Hier werden Lebensräume geschaffen, in denen Geborgenheit und Vertrauen sich entfalten und Kinder ein Zuhause haben (nicht nur Kinder). Das Urvertrauen eines Kindes zur Mutter und einer gewohnten Umgebung lässt sich nicht ersetzen. Irreparable Schäden, die auf die Störung des Urvertrauens zurückzuführen sind, haben wir zur Genüge.

    Es ist doch der Zwang um die finanziellen Sorgen, die eine Mutter so schnell wie möglich wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren lässt, was aus hinreichend bekannten Gründen von Frau von der Leyen bewusst gewollt ist. Mit einer angemessenen finanziellen Unterstützung könnte man den Eltern die Wahlfreiheit lassen, ob sie ihre Kinder selbst erziehen und betreuen, oder außer Haus betreuen lassen wollen. Eltern brauchen keine staatlichen Vorgaben, wie sie ihr Leben organisieren sollen. Den wenigsten Müttern ist doch vergönnt, überhaupt einen Beruf entsprechend ihren Möglichkeiten auszuüben. Was sind denn die wirklichen Fakten der Berufswelt? Es können nicht alle Eltern beruflich erfolgreiche Gutverdiener sein. Von freier Entfaltung, Kreativität oder wenigstens von einem Stundenlohn, der zu einer spürbaren Entlastung der Familienkasse führen könnte, kann da oft keine Rede sein.

    Also, weg mit allen empirischen, statistischen, schöngefärbten Narreteien. Umfrage-Ergebnisse sind oft durch manipulative Fragetechniken weitgehend so verbogen, dass das Ergebnis zum Wunschdenken der Fragesteller passt. Es ist besser, in Familie zu investieren und Familien, die mit der Erziehungspflicht überfordert sind, zu unterstützen, als dass Vater Staat Dinge an sich zieht, die ihn im Grunde nichts angehen. Unseren Familien steht finanzielle Förderung, Existenzminium und Steuergerechtigkeit zu, und das mit Systematik, Transparenz und dem Prinzip der Verlässlichkeit, so wie es laut Grundgesetz auch gewollt ist.

    Gertrud Schneider, 56422 Wirges