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    Bayerns Grüne wollen religiöse Symbole aus den Schulen verbannen: Ein Heilszeichen für alle Menschen

    Der großartige Theologe Romano Guardini hat einmal gesagt: „Am Kreuz hat Jesus Christus, unser Herr, alle Menschen erlöst – die Geschichte und die Welt.“ Ich möchte in diesem Brief die Betonung auf das Wort „alle“ richten. Bei der augenblicklichen Diskussion um die Verbannung von Kreuzen aus den Klassenzimmern (zuletzt Interview mit Erzbischof Ludwig Schick „Politik ohne Grundsätze führt in die Katastrophe“, DT vom 24. Juni), die vor allem von den bayerischen „Grünen“ angestiftet wurde, bitte ich zu bedenken: Der Tod Jesu am Kreuz geschah nach obigem Zitat zum Heil aller Menschen, nicht nur für die Christen.

    Der großartige Theologe Romano Guardini hat einmal gesagt: „Am Kreuz hat Jesus Christus, unser Herr, alle Menschen erlöst – die Geschichte und die Welt.“ Ich möchte in diesem Brief die Betonung auf das Wort „alle“ richten. Bei der augenblicklichen Diskussion um die Verbannung von Kreuzen aus den Klassenzimmern (zuletzt Interview mit Erzbischof Ludwig Schick „Politik ohne Grundsätze führt in die Katastrophe“, DT vom 24. Juni), die vor allem von den bayerischen „Grünen“ angestiftet wurde, bitte ich zu bedenken: Der Tod Jesu am Kreuz geschah nach obigem Zitat zum Heil aller Menschen, nicht nur für die Christen.

    Allen Menschen wird Erlösung zugesprochen, der gesamten Welt, das heißt auch den Andersgläubigen. Das Symbol des Kreuzes soll alle Menschen daran erinnern, dass sie in ihrem Leben nicht am Kreuz vorbeikommen, dass sie leiden, Krankheit und Schmerzen, den Tod selbst durchstehen müssen. Christen bekennen mit dem Zeichen des Kreuzes, dass es Christus war, der am Kreuz hing. Origines sagt: „Das Heilszeichen des Vaters in der Welt ist der Sohn, das Heilszeichen des Sohnes in der Welt ist das Kreuz.“ Gott will mit den Menschen gehen in ihrem Leid, will es aber verwandeln in Freude.

    Das Kreuz in seiner Symbolik weist sowohl in die Vertikale als auch in die Horizontale, nach rechts und links, nach oben und unten, in alle vier Himmelsrichtungen. Es ist somit kein Vertröstungszeichen auf ein schmerzfreies Jenseits, sondern Mahnung, sich für ein friedlicheres Diesseits einzusetzen. Das Kreuz im Klassenzimmer drückt aber auch Ehrfurcht vor Gott und Bereitschaft zu einer wertorientierten Lebensweise aus. Verstanden als Lebensbaum, an dem sich „Gottes Nein zur Sünde und sein gnädiges Ja zum Sünder“ (Bischof Martin Kruse) ausdrückt, kann das Symbol des Kreuzes gerade den Schulkindern in puncto Erziehung, Wertevermittlung und Glaubensleben Fundamente bieten.

    Das Kreuz ist den Kindern als ein Zeichen nahezubringen, das Mut gibt, sich der irdischen Zukunft zu stellen, das Gottes übergroße Liebe ausdrückt, die den Menschen nicht im Tod lässt, sondern täglich neu ermutigt, dem Leben und Sterben Sinn zu verleihen. Es ist nicht mehr der Schandpfahl, der zur Glorifizierung von Leid herangezogen wird und auch nicht mehr ein Zeichen, in dem Kriege geführt werden. Mit Kaiser Konstantin I. (306–337) begann sich das christliche Kreuz als Siegeszeichen in der Welt durchzusetzen. So betet oder singt der Priester auch in der Karfreitagsliturgie: „Seht das Holz des Kreuzes, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt.“ Anders wird dies in einer Andacht im katholischen „Gotteslob“ ausgedrückt: „Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung.“ „Das dürre Kreuzesholz selbst wird zum Baum des Lebens, ... weist .. über Zeit und Raum hinaus ... zum Unerforschlichen“ (nach M. Lurker).

    Soll ein Zeichen mit diesen Bedeutungsinhalten wirklich aus den Schulen genommen werden?

    Uwe Altenbach, 96164 Kemmern