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    „Auf der untersten Sprosse der Leiter“: Über ein Projekt für Straßenkinder in Indien: „Kinder sind wie Edelsteine“

    Aus Indien zurück, wo ich ein Don Bosco-Projekt nach dem Tsunami auf den Andamanen mit einweihen durfte, im Rahmen der Flutopferhilfe der Landkreise Ravensburg-Bodensee und des Hauses Württemberg und „mein“ Don Bosco Ashalayam in Kalkutta besucht habe, las ich den wunderbaren Artikel über die Salesianer und ihre Arbeit in Mumbai (DT vom 5. April). Seit elf Jahren besuche ich das Don Bosco Ashalayam, ein Projekt mit über 500 Straßenkindern, und die Kinder dort sind mir ans Herz gewachsen. Da ist Suman, der damals 9 Jahre alt ins Ashalayam kam, verdreckt, krank, verlassen, missbraucht und unglücklich nach Wochen auf dem Howrah-Bahnhof. Als ich ihn zum ersten Mal traf, war er 13 und konnte nicht verstehen, dass mein Mann, der als Arzt damals alle Kinder untersucht hat, und ich keine Kinder haben. „No more problem“, meinte er, „you are a mother without children and we are children without mother – you can be our mother!“ Das wurde ich dann auch, eine mater h.c. Suman ist inzwischen der Fahrer eines Botschafters in Kalkutta, am 14. April hat er geheiratet – Koel – eines „meiner“ Mädchen aus dem Ashalayam. Probhat, mein „Ältester“, studiert an der Jesuiten-Universität in Bhopal, Monshu wird Krankenschwester. Was wäre aus all ihnen geworden, wenn sie nicht ins Don Bosco-Ashalayam – das Haus der Hoffnung gekommen wären.

    Aus Indien zurück, wo ich ein Don Bosco-Projekt nach dem Tsunami auf den Andamanen mit einweihen durfte, im Rahmen der Flutopferhilfe der Landkreise Ravensburg-Bodensee und des Hauses Württemberg und „mein“ Don Bosco Ashalayam in Kalkutta besucht habe, las ich den wunderbaren Artikel über die Salesianer und ihre Arbeit in Mumbai (DT vom 5. April). Seit elf Jahren besuche ich das Don Bosco Ashalayam, ein Projekt mit über 500 Straßenkindern, und die Kinder dort sind mir ans Herz gewachsen. Da ist Suman, der damals 9 Jahre alt ins Ashalayam kam, verdreckt, krank, verlassen, missbraucht und unglücklich nach Wochen auf dem Howrah-Bahnhof. Als ich ihn zum ersten Mal traf, war er 13 und konnte nicht verstehen, dass mein Mann, der als Arzt damals alle Kinder untersucht hat, und ich keine Kinder haben. „No more problem“, meinte er, „you are a mother without children and we are children without mother – you can be our mother!“ Das wurde ich dann auch, eine mater h.c. Suman ist inzwischen der Fahrer eines Botschafters in Kalkutta, am 14. April hat er geheiratet – Koel – eines „meiner“ Mädchen aus dem Ashalayam. Probhat, mein „Ältester“, studiert an der Jesuiten-Universität in Bhopal, Monshu wird Krankenschwester. Was wäre aus all ihnen geworden, wenn sie nicht ins Don Bosco-Ashalayam – das Haus der Hoffnung gekommen wären.

    Wir denken stets an das Wort Don Boscos: „Diese Kinder sind wie Edelsteine, die auf der Straße liegen. Sie müssen nur aufgehoben werden und schon leuchten sie!“

    Dr. med. Michael und Angela Jacobi,

    München