• aktualisiert:

    Nachtrag zu einem leidvollen Thema

    Morgen, am Samstag, ist in der „Tagespost“ zu lesen, was ein Strafrechts-Institut in New York abschließend über die Missbrauchs-Skandale in den Vereinigten Staaten zu sagen hat. Der wissenschaftliche Bericht, der im Auftrag der dortigen Bischofskonferenz erarbeitet wurde, ist im Grunde ermutigend. Aber wieder tritt zu Tage, dass viele Übergriffe von Klerikern (gegenüber Jugendlichen in der Pubertät, nicht gegenüber Kindern, das sind dann die seltenen Fälle von wirklicher Pädophilie) einen homosexuellen Hintergrund haben. Von einer homosexuellen Subkultur in zurückliegenden Jahrzehnten in den Seminarien ist die Rede, und die Zahlen zeigen das, was Monsignor Charles Scicluna, der „Anwalt der Gerechtigkeit“ in der Glaubenskongregation, in einem Interview schon am 13. März vergangenen Jahres zu Protokoll gegeben hatte: Dass es sich nämlich bei Fällen des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen durch Kleriker, die alle der Glaubenskongregation gemeldet werden müssen, „grosso modo in sechzig Prozent dieser Fälle vor allem um Akte von Ephebophilie handelt, das heißt um Akte, die mit dem sexuellen Hingezogensein zu Heranwachsenden desselben Geschlechts zusammenhängen“. – So, das noch als Nachtrag zu dem, was ich neulich über Pädophilie und Homosexualität schrieb. Jetzt wünsche ich nur noch eine gedeihliche Lektüre der „Tagespost“ von morgen, denn es gibt zum leidvollen Thema Missbrauch auch endlich mal etwas Gutes zu vermelden.