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    Klostermarkt an einem Museum für Klosterkultur: Stift Dalheim

    Blumen und Kräuter aus der Klostergärtnerei Gars am Inn, Kinderspielzeug von den Barmherzigen Brüdern von Algasing, Senf von den Trappisten aus Nový Dur und Bier von den Mallersdorfer Schwestern: Der Dalheimer Klostermarkt im nordrhein-westfälischen Lichtenau lädt am Samstag, 29. August, und Sonntag, 30. August, jeweils von 10 bis 18 Uhr, rund um den Klosterteich und das Museum der Stiftung Kloster Dalheim seine Gäste ein.

    Blumen und Kräuter aus der Klostergärtnerei Gars am Inn, Kinderspielzeug von den Barmherzigen Brüdern von Algasing, Senf von den Trappisten aus Nový Dur und Bier von den Mallersdorfer Schwestern: Der Dalheimer Klostermarkt im nordrhein-westfälischen Lichtenau lädt am Samstag, 29. August, und Sonntag, 30. August, jeweils von 10 bis 18 Uhr, rund um den Klosterteich und das Museum der Stiftung Kloster Dalheim seine Gäste ein.

    Einmal im Jahr am letzten Augustwochenende ist das ehemalige Augustiner Chorherrenstift Anziehungspunkt für Ordensleute aus Europa. Mehr als 170 Ordensbrüder und -schwestern werden in diesem Jahr in Dalheim erwartet. Sie kommen aus Österreich, Frankreich, Tschechien und aus der gesamten benachbarten Region. Im Gepäck haben sie all das, was in Klosterküchen, -kellern und -werkstätten entsteht.

    Die Besucher können aber nicht allein einkaufen, sondern auch die Begegnungen und Gespräche mit Ordensleuten suchen. Daneben führen Handwerker ihre traditionellen Künste vor, hat eine Klosterwerkstatt geöffnet, und die Gäste können die Klosteranlage und das Museum bei öffentlichen Führungen kennenlernen.

    Das Kloster, das heute profanisiert ist, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Mittelalterliches Frauenkloster, Augustiner Chorherrenstift, barocke Blütezeit, Preußische Staatsdomäne, Gutshof – nach 550 Jahren schlug dann das Kloster Dalheim das bisher letzte Kapitel in seiner Entwicklung auf. Seit 2007 beherbergt es ein Museum für klösterliche Kulturgeschichte, das Dalheimer Landesmuseum für Klosterkultur. Bedeutsame und wertvolle Exponate finden ihren Platz innerhalb der fast vollständig erhaltenen Klosteranlage. Möglich wurde die Umgestaltung als Museum, weil der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Anlage 1979 gekauft hatte. Zurzeit werden die historischen monastischen Funktionsräume wie zum Beispiel Kreuzgangsgeviert, Kapitelsaal und Refektorium wiederhergestellt und über 2 000 zusätzliche Quadratmeter Ausstellungsfläche für das Landesmuseum erschlossen.

    Kloster und Siedlung liegen am westlichen Rand des westfälischen Eggegebirges in einem Seitental der Altenau, umgeben von einer Landschaft, die von weiten Feldern und ausgedehnten Waldgebieten geprägt ist. Bemerkenswert ist die fast vollständige Erhaltung der Anlage. Selten haben wie hier die wesentlichen Bestandteile eines Klosters einschließlich der Wohn- und Wirtschaftsbauten alle Umgestaltungen überdauert.

    Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, eine Klosterschule, in der Kinder erfahren, wie im Mittelalter gelehrt und gelernt wurde, ein Klostergarten und ein Laden – auch damit wirbt Dalheim um Gäste. DT/sei